Krimilesung mit Raimund A. Mader
Literarisches Café

Raimund A. Mader las im Restaurant "Nowas" in Pressath aus seinem neuen Buch "Der König von Weiden". Bild: rn
Vermischtes
Pressath
30.04.2016
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Viele Spekulationen ranken sich um das bis heute nicht aufgeklärte Verbrechen im Juni 1982 an Walter Klankermeier. In seinem Kriminalroman "Der König von Weiden" wählt Raimund A. Mader das Spiel mit Realität und Fiktion, nimmt Fakten auf und vermischt reale und irreale Welt. Der Roman wird zu einem Spiel, in dem sich die Grenzen zwischen Fiktion und Realität zu verwischen beginnen.

Das Restaurant "Nowas" mutierte für einen Abend zum "Literarischen Café". Kulturkreis-Vorsitzender Eckhard Bodner kündigte eine "brutale Krimilesung" an und wünschte "viel Spaß mit leichtem Gruseln bei einem Roman zwischen Traum und Wirklichkeit". Der in Bad Tölz geborene Autor studierte in München und Seattle/USA Germanistik und Anglistik und unterrichtete von 1983 bis 1998 am Gymnasium Eschenbach. Vom jetzigen Gymnasiallehrer in Weiden erschienen bisher die Kriminalromane Glasberg (2008), Schindlerjüdin (2010) und Roter Herbst (2013).

Mader beginnt in seinem neuen Roman mit einem nächtlichen Anruf mit Hinweis auf die ungewöhnlich freizügigen Sexshows in Klankermeiers Rotlichtmilieu und der Aufforderung: "Steigen Sie in den Zug nach Regensburg, Abfahrt 12.45 Uhr." Dies ist zugleich der Beginn einer fantastischen Reise bis hin zu internationalen Zielen. Der Reisende tritt dabei als Ich-Erzähler auf. Er beginnt mit eigenartigen Beobachtungen im Zug und in Regensburg und leitet über zum Zusammentreffen mit einem Kommissar, der helfen soll, den Fall Klankermeier zu klären. Doch der wird in einen Mordfall verwickelt und der rätselhafte Anruf geistert weiterhin durch das Geschehen.

Die Reise führt in die verwunschene Welt eines verlassenen Gartens mit düsterer Atmosphäre und in ein kaltes und abweisendes Haus mit dumpfer und drückender Luft. Der Aufenthalt in ihm endet mit einem plötzlichen schrillen Geräusch und dem Gefühl, beobachtet zu werden. Nach einem Flug nach Sizilien und dem Übersetzen nach Marettimo trifft der Suchende mit Mister Kurz und Graf zusammen, sie reden über Mutter, den Pastor und Klankermeier. Er erfährt, dass alles damit begonnen hat, als Klankermeier nach Weiden gekommen ist.

Nach Gerüchten aus Chicago soll er dort in den 1970er Jahren in Ungnade gefallen sein. Graf beschreibt Klankermeier und dessen Erfolge als Rattenfänger, mit Gold in den Händen und mit dem Bestreben, "Männern das anzubieten, wonach ihre Triebe streben". Auf einem Grabstein der Insel stoßen die Männer auf einen Pirol und es stellt sich Frage, wie dieser auf die Insel kommt.

"Mit dieser Frage lasse ich sie allein", erklärte Mader seinen gespannt lauschenden Zuhörern. Die Suche nach den Spuren des legendären Nachtclubkönigs blieb an diesem Abend offen.
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