Messerangriff von Pressath überschattet Kriminalstatistik
Stiche treffen eine ganze Stadt

Tatort Pressath: Mitten in der Stadt suchen Einsatzkräfte am Vormittag des Pfingstsamstag nach den Spuren eines furchtbaren Verbrechens.
Vermischtes
Pressath
31.12.2015
42
0

Diese Tat schockiert die Region bis heute. Doch vom Messerangriff von Pressath sollte man sich täuschen lassen. Im Rückblick war 2015 alles andere als ein blutiges Jahr.

Es sind unwirkliche Szenen: Mitten im samstäglichen Pressather Einkaufsgeschehen haben Polizisten ein Stück der Bachstraße gesperrt und suchen nach Spuren. In der Nacht war eine junge Frau in ihrer Wohnung überfallen worden.

Der Eindringling hatte sie mit einem Messer übel zugerichtet, mit letzter Kraft schaffte sie es auf die Straße vor ihrem Wohnhaus. Nachbarn hörten ihr Wimmern und retteten ihr das Leben. Am 7. Januar beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter, den die Polizei schon zwei Tage nach der Tat festgenommen hatte - obwohl er zuvor in keiner Verbindung zu dem Opfer stand.

Die Geschehnisse vom Pfingstsamstag überschatten ein Jahr, das sonst überhaupt nicht durch besondere Gewalttaten herausragen würde. "Etwas auch nur annähernd Vergleichbares hatten wir das ganze Jahr über nicht", sagt Werner Stopfer von der Polizeiinspektion Eschenbach und sein Kemnather Kollege Bernhard Gleißner stimmt ihm zu: In Sachen Gewaltkriminalität war das Jahr 2015 in der nordwestlichen Oberpfalz ruhig. Daran ändern auch die unglaublichen Geschehnisse in der Nacht zum 23. Mai nichts.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.