Militärpfarrer Klaus-Peter Lehner feiert Fest zum Tag des Erzmärtyrers Stephan - Kindersegnung
Militärpfarrer Klaus-Peter Lehner feiert Fest zum Tag des Erzmärtyrers Stephan

Nach dem Gottesdienst waren die Kinder eingeladen, zum Altar zu kommen. Sie wurden nach altem Brauch in den Tagen der Weihnachtszeit gesegnet. Unter dem Titel "Kinder beten - Gott hört seine Kinder" erhielten sie als kleines Geschenk ein Gebetebüchlein. Es soll Anregung für die ganze Familie sein, das kindliche, vertrauensvolle Gebet im Alltag umzusetzen. Bild: hia
Vermischtes
Pressath
29.12.2015
67
0

Mockersdorf. "Christen werden bis heute weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt - umso mehr sind wir gefordert, Zeugnis abzulegen für diesen Glauben", so Klaus-Peter Lehner beim festlichen Hochamt in der St.-Michaels-Kirche. Zum Fest des Erzmärtyrers Stephanus nutzte der Militärseelsorger aus Kirchenlaibach auch die Gelegenheit, die Mockersdorfer Kinder zu segnen und ihnen ein kleines Gebetsbüchlein mit auf den Weg zu geben.

Nach der Christmette an Heiligabend und dem Christamt am ersten Weihnachtsfeiertag feierten auch an Stephani viele Katholiken aus Mockersdorf, Plössen, Guttenthau/Roslas und Ramlesreuth in der rappelvollen Michaelskirche Festgottesdienst für ihre Pfarrgemeinde. Christian Bäß ließ dazu mit Bachs Präludium C-Dur und seiner Toccata und Fuge in d-Moll Orgelwerke europäischer Kunstmusik erklingen.

Julia Bäß untermauerte die Botschaft des Festtags mit ihrem Solo-Sopran-Gesang, begleitet von ihrem Bruder an der Orgel zum Kyrie, Gabenbereitung und Kommunion. Im Wechsel dazu stimmten die Gläubigen in den Gemeindegesang zum Lobpreis Gottes ein. Nachdenklich hingegen die Worte des Militärpfarrers zum Festtag des ersten Märtyrers. "Schon am Zweiten Weihnachtsfeiertag holt uns die Realität wieder ein, werden wir aus der Krippenidylle und Weihnachtsstimmung herausgerissen", so Lehner. Der erste Märtyrer des Glaubens an Jesus Christus sei zu beklagen: Diakon Stephanus sei gesteinigt worden und habe sein Blut für seinen Glauben vergossen.

Tausenden Christen würde dieses Schicksal auch derzeit im Nahen Osten widerfahren, sagte der Geistliche. Auch bei uns könne jeder jeden Tag an jedem Ort zum Märtyrer eines terroristischen Anschlags werden, sagte er. Aus der Gewissheit des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe heraus dürften wir dennoch nicht nachlassen, appellierte er, in Familie, am Arbeitsplatz und im Alltag einzustehen für die christliche Botschaft. Renate Fraunholz las die Lesung aus der Apostelgeschichte und die Fürbitten für die Verfolgten in der Welt. Für die Notleidenden in Lateinamerika und Ozeanien wurde gesammelt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Michaelskirche (8)Christenverfolgung (11)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.