Mit Sonnenergie und Wasserkraft
Gipfelstürmer auf dem Arber

Drei Wochen lang war "Der neue Tag" in der Schule unser täglicher Begleiter. Jeden Tag lernten wir eine ganze Menge aus diesem lebendigen Schulbuch. Bei unserer Fahrt zum Arber durfte die Zeitung natürlich auch nicht fehlen. Am Gipfelkreuz des mit 1.456 Meter höchsten Berges des Bayerischen Waldes stellten wir uns zum Gruppenfoto mit unserer Heimatzeitung auf.
Vermischtes
Pressath
03.08.2016
36
0
 

Mit Sonnenenergie und Wasserkraft durften wir 23 Fünftklässler der Mittelschule Pressath zusammen mit unserem Lehrer Anton Waldmann auf den höchsten Berg des Bayerischen Waldes fahren. Im Rahmen des Projekts "Zeitung macht Schule" hatte uns das Bayernwerk eingeladen, die Technik rund um die Arber-Bergbahnen näher kennenzulernen.

Stellvertretender Betriebsleiter Thomas Weiderer machte uns zuerst in der Beschneiungs-Pumpstation mit einem seiner umfangreichen Aufgabengebiete vertraut. Die Pumpstation kann bis zu 120 Liter pro Sekunde leisten, damit anschließend durch feine Düsen an den Schneekanonen der technische Schnee erzeugt wird. Sobald die Außentemperaturen unter minus 3 Grad fallen, können mit 50 Schneekanonen die Skipisten des Arbers beschneit werden. Das Wasser stammt aus einem großen Teich mit 13 000 Kubikmeter Inhalt.

Zusätzlich zum Naturschnee ist die technische Beschneiung am Arber in den letzten Jahren immer wichtiger geworden, um bereits an Weihnachten mit dem Skibetrieb zu starten. Gleichzeitig hilft die Beschneiung auch, Wärmeperioden im Winter leichter zu überbrücken. Schon mehr als 25 Jahre wird so am Arber Schnee auch technisch hergestellt. Die Beschneiung stammt von der Südtiroler Firma Techno Alpin und diese ist Weltmarkführer in der Branche.

Unser besonderes Interesse weckten natürlich die vier mächtigen Pistenraupen, von denen jede 380 PS hat. Sage und schreibe 300 000 Euro kostet so ein Hightech-Gerät. Nach dem Skibetrieb rücken sie jeden Abend ab 17 Uhr aus und präparieren teilweise bis vier Uhr morgens und bei einsetzendem Schneefall sogar noch länger die Pisten. "Die vielen Skifahrer schieben tagsüber je nach Außentemperatur und Schneebeschaffenheit sehr viel Schnee talabwärts, welchen die Pistenbullys dann wieder nach oben transportieren müssen", erklärte uns Herr Weiderer. Jetzt verstanden wir, dass eine Liftkarte auch ihren Preis haben muss.

Bevor wir in die Gondeln einstiegen und den Arber lautlos hinaufschweben durften, erfuhren wir noch viel Wissenswertes über die Bergbahn, die im Jahre 1999 neu errichtet wurde. Zuvor gab es an gleicher Stelle seit 1949 eine Einersesselbahn und ab 1962 eine Doppelsesselbahn. Allein mit Sonnenenergie wurden auf der circa 1000 Meter langen Seilbahn mit ihren 44 Kabinen schon mehr als 135 000 Personen zur Bergstationen befördert. Bei Hochbetrieb im Winter könnten in etwa fünf Minuten theoretisch bis zu 2000 Personen je Stunde den Berg hinauffahren, was natürlich nur im Winter bei den Skifahrern, die immer wieder neu hinauf wollen, relevant ist.

Erneuerbare Energien


Mehr als die Hälfte des jährlichen Strombedarfs wird aus erneuerbaren Energien wie Sonne und Wasser gewonnen. Neben der großen Sechser-Gondelbahn gibt es noch zwei weitere Sechser-Sesselbahnen und drei Schlepplifte. In fünf Gaststätten wird für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Natürlich waren wir auch von der großartigen Natur im Bayerischen Wald begeistert. Von der Bergstation stiegen wir noch auf den 1456 Meter hohen Gipfel des Arbers und genossen bei herrlichem Wetter den wunderbaren Ausblick.

5. Klasse der Mittelschule Pressath
Weitere Beiträge zu den Themen: Zeitung macht Schule (749)Arber (5)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.