Partnerstädte feiern bald Silberhochzeit
Die Freundschaft bleibt

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Pressath
06.07.2016
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24 Jahre: So lange halten nicht alle Ehen. Pressath und das südungarische Hortobágy stehen dagegen heuer ein Jahr vor der Silberhochzeit. Wie frisch sich die Liebe zwischen Puszta und "Steinpfalz" gehalten hat, zeigte sich durch den Besuch einer achtköpfigen Abordnung aus Ungarn beim Bürgerfest.

"Unsere Partnerschaft hat feste Wurzeln geschlagen", freute sich Bürgermeister Werner Walberer beim Empfang im Dostlerhaus. Dies sei gelungen, weil beide Seiten beherzigt hätten, dass eine Freundschaft "nicht allein ein köstliches Geschenk und erst recht keine Selbstverständlichkeit" sei, sondern als "dauernde Aufgabe" verstanden und "gepflegt werden" müsse. Hierum hätten sich in Pressath insbesondere Altbürgermeister Anton Gareis und Stadtverbands-Ehrenvorsitzender Andreas Anger verdient gemacht, aber auch Gareis' Amtsnachfolger Konrad Merkl.

Wie zu Hause gefühlt


"Vor allem den jüngeren Generationen ist oft nicht mehr bewusst, dass es zwischen unseren Nationen nicht immer nur Frieden gegeben hat. Deshalb ist unsere Freundschaft von so großer Bedeutung und ihre Fortsetzung auch mir ein ernstes Anliegen", unterstrich Walberer. "Ohne die vielen Freundschaften zwischen den Menschen könnte die offizielle Partnerschaft unserer Gemeinden nicht funktionieren", bekräftigte die Bürgermeisterin von Hortobágy, Marianna Vincze.

Freilich sei es leicht, mit den Pressathern Freundschaft zu schließen, die die Gäste aus Ungarn stets herzlich aufgenommen hätten: "Wir wussten immer: Wir kommen zu Freunden, bei denen wir uns wie zu Hause fühlen dürfen, und müssen uns um nichts Sorgen machen." Der Samstag stand im Zeichen eines Ausflugs nach Parkstein mit Besuch des Vulkanmuseums und der Bergkapelle sowie eines Einkaufsbummels durch Weiden, der Abend gehörte dem Bürgerfest (wir berichteten). Als Abschiedsgeschenk hatte Walberer für jeden Besucher eine Porzellantasse mit einem Bild des "Malerwinkels" mitgebracht.

Vincze und Vizebürgermeister Zoltán Gencsi revanchierten sich mit einer aus Honigteig gefertigten Darstellung des neugestalteten Hortobágyer Gemeindewappens und einem Korb voller Köstlichkeiten. Beeindruckt zeigte sich Vincze vom Bürgerfest. "Es war ein außergewöhnliches Erlebnis, zu sehen, wie die Pressather zusammenarbeiten, einander helfen, miteinander feiern und dabei auch karitative Zwecke fördern, und wir sind glücklich, dass wir ein Teil dieses Festes sein durften."

1000 Kilometer Fahrt


Für die Zukunft sei sie guten Mutes: "Bürgermeister kommen und gehen, aber die Freundschaft zwischen den Gemeinden und ihren Menschen wird bleiben." Am Montagmorgen brach die Abordnung zu ihrer 1000 Kilometer langen Heimfahrt nach Hortobágy auf, wo sie nach zwölf Stunden wohlbehalten ankam. Für das Jubiläumsjahr 2017 ist ein Gegenbesuch schon vorgemerkt.
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