Polizeihauptmeister Martin Behrendt referiert in der Mittelschule über das Thema Gewalt
Respekt, Hilfe und Toleranz

Martin Behrendt vor den Mittelschülern in Pressath: Der Polizist klärte zu verschiedenen Themen auf. Bild: nn
Vermischtes
Pressath
01.03.2016
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Das Thema Gewalt in allen möglichen Erscheinungsformen beleuchtete Polizeihauptmeister Martin Behrendt von der Polizeiinspektion Eschenbach bei seinem Besuch in der siebten Klasse der Mittelschule. Dabei konfrontierte der Beamte die Jugendlichen mit unterschiedlichsten Gewaltszenen, verbaler Aggression, Sachbeschädigung und Erpressung. Aber auch wie Betroffene sich wehren können, erklärte Behrendt.

Im ersten Einspieler ging es um eine typische Pausenhof-Szene: Ein Schüler wird genötigt, seine Hausaufgaben anderen zu überlassen. In der anschließenden Diskussion ging es um Beleidigungen, Schimpfwörter sowie Ehrverletzungen, die man sich keinesfalls gefallen lassen müsse, meinte Behrendt. In Rollenspielen machte er den Jugendlichen die Beziehungen von Tätern und Opfern deutlich bewusst.

Breiten Raum nahm das Thema "Mobbing" ein. Die Schüler erkannten, dass dieses Ausgrenzen ein schleichender und oft lang andauernder Prozess ist, der schlimme Folgen haben kann. Behrendt forderte einen respektvollen Umgang untereinander. Er bat die Schüler, wenn möglich einzugreifen und Hilfe zu holen. Immer wieder würden gerade Schwächere ausgesucht, die sich nur schwer helfen können und so leicht in die Opferrolle geraten.

Um körperliche Gewalt ging es in einer weitern Filmszene. Häufig würden neue Schüler provoziert und körperlich angegangen, hob Polizeihauptmeister Behrendt hervor. Er appellierte, diesen Jugendlichen eine Chance zu geben und ein gewisses Schubladendenken abzustellen. In weiteren Filmpassagen ging es um Sachbeschädigungen, Erpressung und sogenannte Handy-Gewalt. Den Jungen und Mädchen wurde klar, dass auch Gewalt gegen Sachen strafbar ist.

Schließlich ging es um eine Situation in einer U-Bahn, bei der gewalttätige Jugendliche einen anderen provozierten, zusammenschlugen und das Ganze noch mit dem Handy filmten. Behrendt appellierte an die Schüler, hier nicht einfach wegzuschauen, sondern schnell Hilfe zu holen. Am Ende der vier interessanten Schulstunden lobte Behrendt die Schüler für ihre Mitarbeit. Klassenleiterin Yvonne Walter und Rektorin Ulrike Neiser dankten dem Referenten für seinen lebenspraktischen und kurzweiligen Unterricht.
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