Pressather feiern Bürgerfest
Fröhlich, aber nicht feucht

Die Pressather ließen es sich bei ihrem Bürgerfest gutgehen. Weißwurstfrühschoppen, Hüpfburg und Musik waren geboten. Bilder: bjp (2)
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Pressath
04.07.2016
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Simon Schraml und Lukas Fenzl alias "Altendorfer Spitzbuam" unterhielten die Besucher mit ihrer Musik.

Zitterpartie am Bürgerfestsamstag: Einen verregneten Abend hatten der Stadtverband und die Vereine zunächst befürchtet. Und nach dem Festzug der Fahnenabordnungen scherzte Bürgermeister Werner Walberer, er wolle nicht hoffen, dass er den "Schirmherr" allzu wörtlich nehmen müsse. Doch das feuchte Fiasko blieb aus.

Petrus hatte ein Einsehen, ließ nach ein paar Tropfen die Wolkendecke aufreißen und ebnete den Weg für einen milden Abend. Darüber waren nicht nur die Pressather erleichtert, sondern auch die Gäste aus der ungarischen Partnergemeinde Hortobágy und vom ebenfalls mit der Stadt befreundeten 44. US-Fernmeldebataillon.

Sie hieß der Stadtchef polyglott auf Ungarisch und Englisch willkommen, um anschließend seine magyarische Amtskollegin Marianna Vincze und US-Oberstleutnant Adam Sannutti zum Bieranstich einzuladen. Der achtfache Salut der Riggauer Böllerschützen ließ jeden rund um den Stadtkirchturm wissen, was auch Stadtverbandsvorsitzender Christian Panzer verkündete: "Ozapft is, auf geht's zum Feiern."

Keine Frage, dass sich der Festplatz beim Weihertürl nun zügig füllte - zur besonderen Freude der Vereinsaktiven, die für die "Festgemeinde" unermüdlich auf den Beinen waren, und der Dießfurter Musikkapelle, die mit volkstümlichen Weisen, Schlagern, Kostproben klassischer Musik und manchem deftigen Trinkspruch die passende musikalische Note setzte. Ein besonderes Dankeschön hatte der Bürgermeister den Asylbewerbern gewidmet, die beim Aufbau bereitwillig mitgeholfen hatten. Kurz vor neun Uhr ergriff auch auf dem Festplatz König Fußball das Zepter: Viele Festbesucher strömten in den AWO-Saal des Vereinshauses, wo das deutsch-italienische EM-Duell auf einer Großleinwand gezeigt wurde.

Kirchenzug der Vereine


Nach dem auf Oberpfälzisch, Ungarisch, Englisch und in noch manch anderem Zungenschlag bejubelten "Hector-Tor" fanden sich Ur-, Gast-, Zeit- und Schnupper-Pressather aller Reisepassfarben an der "90er-Jahre-Bar" neben dem Vereinshaus zusammen, um bis gegen vier Uhr morgens in schwarz-rot-goldener Einmütigkeit den Sieg der schwarz-weißen Elf zu feiern.

Bei strahlendem Sonnenschein ging das Bürgerfest am Sonntagmorgen in seine zweite Etappe, zu deren Beginn der Kirchenzug der Vereine auf den Freiluft-Festgottesdienst am Weihertürl einstimmte. In der Predigt rief Stadtpfarrer Edmund Prechtl zu Ehrlichkeit und Solidarität auf: "Alles, was Menschen betrifft, geht uns als Menschen etwas an: Freuden und Leiden, Talente und Ängste."

Ein Weißwurstfrühschoppen mit Musik des Bläserorchesters der Musikschule Vierstädtedreieck, das schon die Messe musikalisch begleitet hatte, rundete den Vormittag ab. Den Sonntagnachmittag nutzten viele Familien mit einem Abstecher zur Hüpfburg, den besonders begehrten Rundfahrten im Einsatzfahrzeug "Birgit" der Dießfurter Feuerwehr und weiteren Attraktionen. Socken, Handschuhe, Decken und andere gestrickte und gehäkelte Handarbeiten gab es am Stand des Strickkreises Pressath, dessen Verkaufserlös wohltätigen Zwecken zufließt.

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Weitere Bilder im Internet:

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