Pressather Floriansjünger vor 144 Jahren gegründet - 58 Aktive leisten Dienst am Nächsten - ...
Alles begann als Turnfeuerwehr

Vermischtes
Pressath
24.07.2015
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Gegründet wurde die Feuerwehr 1871 als "Turnfeuerwehr". Erster Kommandant war der damalige Stadtschreiber Angerer. Kurz nach der Gründung sammelten die Floriansjünger Geld, um sich eine "Löschmaschine" (Saugspritze) kaufen zu können. 1875 erhielt die 25 Gulden teure Fahne den kirchlichen Segen.

Im gleichen Jahr entschlossen sich die Rothelme, ein Gerätehaus in der Erbendorfer Straße zu errichten. 1882 schafften sie eine Druckspritze an, 1909 einen Hydrantenwagen, eine Anstellleiter mit Kugelgelenken und einen Leitertransportwagen.

1926 ergänzte die Wehr das Gerätehaus um einen Schlauchturm. Die aus den Jahren 1871 und 1882 stammenden Saug- und Druckspritzen wurden 1943 durch zwei Motorspritzen ersetzt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bauten die Pressather ihre Wehr wieder auf. 1950 bauten fleißige Helfer zwei Mannschaftstransportwagen mit Anhänger aus Beständen der US-Army für die Motorspritzen um.

1953 entstand ein neues Gerätehaus in der Baumgartenstraße, 1957 wurde ein modernes Löschfahrzeug angeschafft, 1967 folgte das erste Tanklöschfahrzeug. Seit 1970 besitzt die Wehr eine neue Fahne, seit 1979 ein zusätzliches Löschfahrzeug und seit 1985 ein Mehrzweckfahrzeug. 1988 erhielten die Pressather eine Rettungsschere mit Spreizer. 1991 zogen die Floriansjünger in das neue Gerätehaus in der Grafenwöhrer Straße um. Im Laufe der Jahre erweiterten und modernisierten sie mehrfach den Fuhrpark.

Derzeit leisten 58 aktive Mitglieder - 52 Männer und 6 Frauen - Dienst bei der Feuerwehr Pressath. Pro Jahr werden sie rund 100 Mal zu Einsätzen gerufen. Im vergangenen Jahr etwa leisteten die Mitglieder rund 2220 Stunden Dienst am Nächsten. Pro Monat finden drei Übungen und Unterricht für die Aktiven statt.

Das Aufgabengebiet der Wehr erstreckt sich von technischen Hilfeleistungen über Sicherheitswachen bis hin zu Brandeinsätzen. Die Feuerwehr verfügt derzeit über 30 Maschinisten und 25 Atemschutzträger. Zudem besitzt man fünf Feuerwehrfahrzeuge, davon zwei wasserführende Gefährte mit 1600 beziehungsweise 2450 Litern Löschwasser.

Dazu kommen noch ein Versorgungs-Lkw, ein Mehrzweckfahrzeug und ein Mannschaftstransporter. Weiter ist die Wehr mit einem Stromerzeuger mit Lichtmast und einem Wasserwerfer ausgerüstet, außerdem mit zwei Rettungssätzen (Hydraulischer Spreizer und Schneidgerät "Rettungsschere" sowie Hydraulikzylinder) zur Rettung von Unfallopfern. Neben regelmäßigen Übungen und Fortbildungen treffen sich die Aktiven jeden Mittwoch ab 18.30 Uhr und samstags ab 13.30 Uhr zu Arbeitseinsätzen.
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