Rentenberater Hermann Scharl informiert über Optimierungsmöglichkeiten des Rentenpakets
Segen fürs Finanzamt - Fluch für Rentner

Mit der ungekürzten Rente ab 63 wurde ein Gerechtigkeitslücke geschlossen.
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Pressath
01.04.2016
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Das Thema Rente ist ein Dauerläufer. Selbst wenn es bis zur Rente nur noch wenige Jahre sind, heißt es, überlegen für den besten Weg. Wann soll die Rente beginnen? Reicht das Geld für einen vorzeitigen Ruhestand? Mit welchem Rentenfahrplan gelingt die Planung der optimalen Rente?

Auf Einladung der VHS lauschten und diskutierten mehr als 40 Besucher mit Rentenberater Hermann Scharl. Besonders die Optimierung der gesetzlichen Altersrente stand im Mittelpunkt des Informationsabends.

Mit der Rente ab 63 wurde eine Gerechtigkeitslücke geschlossen, darüber war sich das "Rentenforum" einig. Für viele Besucher eine Frohbotschaft mit Abstrichen. Denn gleichzeitig steigt die Regelaltersgrenze schrittweise auf 67 Jahre. Ein vorgezogener Ruhestand ohne Abschlag? Wer will das nicht. Doch zunächst müssen 45 Versicherungsjahre zusammenkommen, betonte Hermann Scharl.

Anschließend erklärte der Rentenexperte zahlreiche Stellschrauben zur Rentenhöhe und zum Beginn des variablen Beginns des Ruhestandes. Mit dem Rentenanpassungsgesetz erhöhe sich grundsätzlich das Startalter ins Rentnerleben in Stufen von 65 auf 67 Jahre. Auch die vorzeitige Inanspruchnahme eines Altersruhegeldes war ein großes Thema. Für langjährig Versicherte sprach Hermann Scharl von der Möglichkeit, mit 0,3 Prozent Abschlag pro Monat bereits ab dem 63. Lebensjahr dem aktiven Erwerbsleben ade zu sagen.

Auch die Versicherungspflicht bei Minijobs sprach der Experte an. Mit diesen Beiträgen werde für einen großen Personenkreis durch eine Anrechnung der vollen Wartezeitmonate ein Rentenanspruch gesichert.

Rentner sind krankenversichert. Auch diese Botschaft des Rentenberaters kam gut an. Doch die Pflichtversicherung ist an Voraussetzungen gebunden. Zusätzliche Vermögenseinkünfte unterliegen nicht der Kranken- und Pflegeversicherungs-Beitragspflicht, auch darauf verwies der Berater. Naturgemäß nicht begeistert zeigten sich die Besucher über die Informationen zur Steuerpflicht der Renten. Der Staat greift nun auch in die Taschen der Rentner. Für viele Rentenbezieher räume der Gesetzgeber allerdings einen Freibetrag ein.

Es gelte der Grundsatz: Der Freibetrag für Renten ist abhängig vom Jahr des Rentenbeginns. Immer mehr Rentner werden deshalb steuerpflichtig. Ein Segen für das Finanzamt, ein Fluch für die Rentner.
Mit der ungekürzten Rente ab 63 wurde ein Gerechtigkeitslücke geschlossen.Rentenberater Hermann Scharl.
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