Rührende Adventsfeier im Seniorenheim Pressath
Sich Weihnachten schenken lassen

Mit leuchtenden Bändern und flirrendem "Engelshaar" brachte die Schülertanzgruppe der Volksschule symbolisch das Weihnachtslicht in moderner Gestalt zu Heimbewohnern und Ehrengästen. Bild: bjp
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Pressath
19.12.2015
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Wertschätzung erfuhren die Bewohner im Pressather Seniorenheim bei der Adventsfeier. Leiterin Christine Tschauner erklärte ihnen, wieso sie so gerne für sie arbeitet.

"Ein Lächeln von Ihnen, auch ohne Worte, das von Herzen kommt, belohnt für vieles und bestätigt uns in unserer Arbeit." Anstrengend, aber auch beglückend sei der Altenpflegedienst, betonte Heimleiterin Christine Tschauner bei der Adventsfeier des Seniorenheims Sankt Josef. Die schönen Seiten verdanke jeder, der diesen Beruf gewählt habe, vor allem den betreuten Menschen: "Sie alle, Ihr Herz, Ihr Vertrauen und Ihre Offenheit: das sind die Gründe, warum ich diese Arbeit so gern tue."

Müßig, so Tschauner, sei deshalb die manchmal von Heimbewohnern gestellte selbstgrüblerische Frage: "Wozu sind wir noch gut?" Viele Menschen seien allein schon deshalb "ein Geschenk des Himmels", weil "sie einfach da sind, weil ihre Nähe wohltuend und ihr gütiges Lächeln tröstlich wirkt: Wir wären ärmer ohne sie." Allen täte es gut, sich dessen aufs Neue bewusst zu werden und sich so den alltäglichen Einsatz in Beruf, Familie und Gemeinwesen leichter zu machen, riet die Leiterin. Hieran knüpfte sie den adventlichen Aufruf: "Macht die Tore weit und die Herzen auf, damit Einzug halten kann, was die Welt und uns verändert: Gottes Liebe."

Christine Tschauners Dank galt auch allen Mitarbeitern und Förderern des Heimes. Für Stadt und Verwaltungsgemeinschaft Pressath bekräftigte Bürgermeister Werner Walberer: "Wir wissen, was wir an diesem Heim haben, in dem Menschlichkeit zwischen den Mitarbeitern und gegenüber den Bewohnern eine Selbstverständlichkeit ist." Die Oberhäupter der Nachbargemeinden Schwarzenbach und Trabitz, Thorsten Hallmann und Carmen Pepiuk, Seniorenbeauftragter Albert Butscher und Sparkassenfilialleiter Michael Schelkshorn schlossen sich an.

Pfarrgemeinderatssprecherin Renate Kneidl hob den Wert von Liebe, Geborgenheit und vor allem Hoffnung als Gegenkräfte zu Gleichgültigkeit, Krieg, Hass und Elend hervor und ermutigte in Anspielung auf die Kerzen des Adventskranzes: "Wo die Lichter des Friedens, des Glaubens und der Liebe verlöschen, bleibt doch das Licht der Hoffnung, an dessen Flamme die drei anderen Lichter neu entzündet werden können."

Stadtpfarrer Edmund Prechtl, der zu der Feierstunde eingeladen hatte, brachte das "Weihnachtsgeheimnis" mit den Worten eines Heimbewohners auf den Punkt: "Als Erwachsene meinen wir, Weihnachten ,machen' zu müssen, während wir uns als Kinder das Fest schenken ließen. Deshalb denken wir so gern an die Feste unserer Kindheit zurück."

Auf diese Kindlichkeit sollten sich die Menschen an einem Fest, in dessen Mittelpunkt das göttliche Kind stehe, besinnen. Diesen Gedanken griff auch eine von Renate Kneidl vorgelesene Weihnachtsfabel auf. Musikalisch gestaltete das Schüler-Bläserensemble der Musikschule VierStädtedreieck unter Leitung von René Bauer die Adventsfeier mit traditionellen Weihnachtsweisen. Einen reizvollen Kontrast hierzu setzte der von Eva-Maria Ficker zu den modernen Musikstücken "Only Time" und "Hallelujah" eingeübte Lichtertanz von Schülern der Volksschule.
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