Rund 160 Besucher erlebten einen heiteren Bunten Abend der Pfarrjugend
Der Pfarrsaal als Showbühne

Die Rolle war ihm wie auf den Leib geschrieben: Im Sketch stellte Stadtpfarrer Edmund Prechtl eine Statue dar, die einem rastenden Wanderer (Matthias Majer) in einem unbeachteten Moment Pausenbrot und Apfel klaute und ein Stück herunterbiss, so dass dieser seine Brotzeit wieder einpackte und verschwand.
Vermischtes
Pressath
23.11.2016
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Märchenfiguren unter sich: Im Sketch „Märchen“ des Jugendausschusses erzählten sie feucht-fröhlich von mancherlei Unzulänglichkeiten, aber auch von ihren partnerschaftlichen Problemen. Nicht Rumpelstilzchen, wie zu erwarten, tanzte am Ende des Sketches um die Feuerstelle. Der Betreffende outete sich mit „Ach wie gut dass niemand weiß, dass ich Pfarrer Prechtl heiß‘“.

Am Freitag verwandelte sich der Pfarrsaal in ein Theater, auf dessen Bühne Schauspieltalente ihr Können zeigten. Das bedeutete im Vorfeld ein großes Stück Arbeit, verbunden mit vielen Proben. Die Lacher der rund 160 Besucher hatten sie jedenfalls auf ihrer Seite.

(mng) Auch dieses Jahr war wieder eine große Bandbreite an Stücken - insgesamt zehn Beiträge - am Bunten Abend geboten. Nachdem Alica Deglmann, Melissa Spies und Martin Reis die Gäste begrüßt hatten, wurden sie mit dem Sketch "Der Postbote" von der Gruppe "Die 6 Scheinheiligen" unterhalten: die Familie sitzt am Tisch. Das Mädchen stellt dem Vater die Frage, warum es so große Ohren habe. Gottes Wege seien oftmals unergründlich, antwortet der. Im Laufe des Gesprächs machen sich das Mädchen und der Junge, der eine lange Nase hat, lustig über den anderen. Es klingelt an der Haustüre. Die Mutter steht auf und kommt mit dem Postboten wieder herein, der die großen Ohren und die lange Nase hat.

Es folgte "Die Produktvorstellung" der "The five's", bevor es mit der Zaubershow von Marius Koslowski spannend wurde. Er verstand es, das Publikum in seine Aufführung einzubinden. Gekonnt zog er die Zuschauer in seinen Bann. Die staunten über seine Tricks, unter anderem, wie man einen mit einer Tischdecke bedeckten Tisch auf der Bühne schweben lassen kann.

Nach der Pause, die "Die zwoa Pressather" Sophia und Sandro Weber musikalisch gestalteten, folgten die "Smileys" mit ihrem Sketch "Zu klug für die erste Klasse". Darin ging es um den Besserwisser Uwe in der ersten Klasse, über den sich seine Lehrerin beim Rektor beschwerte. Beide beschlossen, ihn mit verschiedenen Fragen zu testen. Zunächst folgten die des Rektors und anschließend auch noch eindeutig-zweideutige der Lehrerin, auf die Erwachsene wohl anders geantwortet hätten. Das Fazit des Rektors, der die letzten Fragen falsch beantwortet hätte, lautete, dass Uwe auch in die vierte Klasse oder ins Gymnasium gehen könne.

Keine Vogelgrippe


Dass man auf Musik von AC/DC auch Schuhplatteln kann, bewiesen die "Schwarzenbacher Schenkelzinterer". Hierfür ernteten sie frenetischen Applaus. Die von den "Heiligen Gummibärchen" aufgeführte Einlage hatte den Titel "Die Herz-OP": Der Arzt will einem Mann, der Angst vor einer Operation hat, die Furcht nehmen - doch so ziemlich alles geht schief.

"Vogelgesang" lautete der Beitrag des Pfarrgemeinderates, dessen Mitglieder schwarz und weiß gekleidet als Vögel auftraten und sich mit Backoblaten einen Schnabel formten. Zur Melodie der "Vogelhochzeit" folgte jeweils nach jeder Strophe der Refrain für alle zum Mitsingen: "Bei dem stimmt was nicht, bei dem stimmt was nicht, bei dem stimmt bestimmt was nicht." Dass sie aber keine Vogelgrippe hatten, hoben sie am Schluss mit "Wir haben kein H5N8 und sagen euch jetzt gute Nacht" hervor.

Gegen Ende des Bunten Abends folgten noch "Die Matheaufgabe" der Ministranten und Stadtpfarrer Prechtls Beitrag, der eine Statue mit Lorbeerkranz darstellte: Ein Maler kommt vorbei und will das Denkmal zeichnen. Die Statue ändert jedoch immer wieder die Position. Der Maler zieht bald verzweifelt davon. Ein Wanderer (Matthias Majer) setzt sich auf die vor der Statue aufgestellte Bank, holt Getränk, Pausenbrot und Apfel aus seinem Rucksack. In einem geschickten Augenblick beißt die Statue von Pausenbrot und Apfel ein Stück ab. Daraufhin packt der Wanderer seine Brotzeit wieder ein und verschwindet. Ein Liebespärchen (Julian Gradl und Bernadette Rodler) will es sich gemütlich auf der Bank machen. Doch die Statue ärgert mal den einen, mal die andere. Das Pärchen streitet sich und läuft weg. Zum Schluss kommt eine Putzfrau mit Schrubber und Wassereimer, den sie um den Arm der Statue hängt, und fängt an, das Denkmal zu schrubben. Die Statue schnappt sich den Eimer und schüttet ihn mit einem großen Schwung in Richtung Putzfrau, die kreischend wegläuft.

Märchen mal anders


Eine ganz andere Märchendarstellung hatte schließlich der Jugendausschuss parat. So trafen sich Rotkäppchen, der böse Wolf, Dornröschen, der gestiefelte Kater, Schneewittchen und die Schlümpfe sowie ein zunächst Unbekannter, um unter anderem über alle möglichen Unzulänglichkeiten und Probleme in den Beziehungen zu diskutieren. Als schließlich alle die Bühne verlassen hatten, tanzte der bis dahin namenlose Darsteller (Josef Gmehling) um die Feuerstelle und sang: "Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Pfarrer Prechtl heiß."
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