Seit 14 Jahren lebt Sabri Ekmen aus Bremen in Pressath.
Südländer aus dem Norden

Seit 14 Jahren ist Sabri Ekmen in Pressath und betreibt im dortigen Einkaufszentrum das Eiscafé "Pezini". Bild: myd
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Pressath
30.03.2016
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Sabri Ekmen ist 40 Jahre alt, und betreibt seit 2004 das Eiscafé Pezini im Pressather Einkaufszentrum. Auf den ersten Blick kommt man nicht drauf, ihn dem hohen Norden zuzuordnen.

Vor 40 Jahren kam Sabri Ekmen in der Hansestadt Bremen zur Welt. Wie es den Familienvater dreier Kinder nach Pressath verschlug, erzählte er im Interview.

Warum sind Sie aus Ihrem Herkunftsland weggezogen?

Sabri: Meine Eltern sind 1973 von der Türkei nach Bremen gezogen, drei Jahre später kam ich dort zur Welt. Später bin ich vom Norden Deutschlands nach Süden gezogen.

Warum sind Sie in Pressath gelandet?

Meine Schwester ist bereits seit 1986 in Pressath verheiratet. Bei einem Besuch habe ich die Oberpfalz ein bisschen kennengelernt. Das ländliche Leben in Bayern ist besser und ruhiger, als in einer Großstadt. Meine Kinder sollten auf dem Land aufwachsen. Im Jahr 2002 bin ich in die Oberpfalz gekommen, seit 2004 betreibe ich das "Pezini", ein Eiscafé mit Pizza und weiteren Speisen, im inzwischen neu gestalteten Pressather Einkaufszentrum. Im März oder April wird auch mein Café vom Besitzer des PEZ renoviert. Die geplante schöne neue Fensterfront ist ein weiterer Grund, das Geschäft hier weiter zu führen.

Was ist typisch für die Region und was schätzen Sie hier?

Mir gefällt der Dialekt, wie beispielsweise das "Servus". Meine Kinder sprechen auch schon den Oberpfälzer Dialekt. Außerdem schätze ich den persönlichen Kontakt zu den Leuten hier.

Was vermissen Sie am meisten?

Wenn ich an die Türkei denke, vermisse ich die Sonne und das Meer.

Auf was aus Ihrem Heimatland können Sie nicht verzichten?

Davon ausgehend, dass ich als gebürtiger Bremer die Türkei als mein Heimatland betrachte, kann ich nicht auf die türkischen Gewürze verzichten. Erst vor kurzem habe ich mir wieder welche mitgebracht. Außerdem schmecken dort Tomaten und andere Gemüsesorten viel intensiver, als hier in Deutschland. Ansonsten fühle ich mich hier wie im Paradies.

Welche Tipps haben Sie für Menschen, die sich integrieren wollen?

Wichtig ist es, die deutsche Sprache zu lernen und den Kontakt zu einheimischen Menschen zu suchen. Auch durch die Kinder, die in Schule oder Vereinen sind, war es leicht, Kontakte zu knüpfen.
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