Sieben Streifen im Einsatz
Familienfest mit Fäusten

Mit sieben Streifenbesatzungen sorgte die Polizei am Samstag dafür, dass sich das Geschehen bei der Familienfeier wieder beruhigte. Bild: is
Vermischtes
Pressath
30.03.2016
443
0

Der Axt-Angriff vom vergangenen Montag war nicht der einzige Vorfall, der die Polizei über die Feiertage zu einem Großeinsatz in Pressath zwang. Schon am Karsamstag mussten sieben Streifen zur Stadthalle, nachdem dort eine Familienfeier aus dem Ruder gelaufen war.

(wüw/spi) Gegen 19.30 Uhr musste eine Streife anrücken, nachdem aus einem verbalen ein handfester Streit geworden war. Dies bestätigt der stellvertretende Leiter der Eschenbacher Polizeiinspektion, Werner Stopfer am Mittwoch. Weil sich den Beamten eine sehr unübersichtliche Lage bot und sie fürchteten, der Streit könnte noch weiter eskaliert, riefen sie Verstärkung. Die kam dann auch aus Weiden und von der Inspektion Neustadt.

Gemeinsam beruhigten die Beamten das Geschehen. Drei Körperverletzungen mussten sie aufnehmen, dazu gibt es zwei Beschuldigte. "Bei einem Fall ist derzeit noch unklar, wer für die Verletzung verantwortlich ist", erklärt Stopfer. Der Grund für den Streit sei unklar, die Ermittlungen laufen noch, sagt Stopfer.

Wie ein Teilnehmer der Feier berichtet, gerieten bei der Auseinandersetzung zwei Brüder aneinander, zwischen denen das Verhältnis schon länger nicht mehr stimmen soll. Aus dem Streit mit Worten wurde nach und nach einer mit Händen und Füßen. So soll einer der Verletzten eine Platzwunde davongetragen haben.

Die Polizei nutzte die Gelegenheit, um die Festgesellschaft darauf hinzuweisen, dass der Karsamstag als stiller Tag gilt, an dem laute Musik nicht gestattet ist. Bei der Inspektion in Eschenbach waren zuvor Beschwerden aus der Nachbarschaft eingegangen. Deshalb sei auch die Stadt Pressath als Vermieter informiert worden, erklärt Stopfer, der aber darauf hinweist, dass es vonseiten der Polizei keine Vorwürfe an die Stadtverwaltung gibt. Diese habe in bestem Wissen gehandelt.

Und auch die Festgesellschaft nahm sich den Hinweis der Polizei wohl zu Herzen. Nach dem Vorfall habe es keine Beschwerden mehr gegeben, und dies lag nicht daran, dass den Gästen nach der Schlägerei die Lust zum Feiern abhanden gekommen wäre. Nachdem die Streithähne beruhigt beziehungsweise entfernt waren, soll das Fest bis kurz vor Mitternacht gedauert haben.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.