Silvester mit Tieren
Bello und die Böller

Damit kein Hundstag aus Silvester wird, sollten Tierfreunde ein paar Vorsichtsmaßnahmen treffen. Bild: Wilck
Vermischtes
Pressath
31.12.2015
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Die Silvestervorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das Menü ist geplant, der Tisch gedeckt, die Freunde eingeladen. Hektik macht sich breit. Man testet den einen oder anderen Böller, nur um sicher zu gehen, dass auch alles klappt. Für das eigene Haustier sieht die Sache jedoch anders aus.

Wer ein Tier zu Hause hat, wird wissen, dass es ein feines Gespür dafür hat, dass etwas anders ist, wenn das Herrchen oder Frauchen etwas plant. Meist wird es unruhig oder fordert mehr Aufmerksamkeit.

Ablenkung hilft


"Ruhe bewahren, das ist das oberste Gebot", ist sich Hanna Jungnickl, Tierheilpraktikerin aus Grafenwöhr, sicher. "Wenn man selber ruhig bleibt und so tut als wäre es nichts Besonderes, dann wird auch das Tier nicht verunsichert." Auch Ablenkung für Katzen und Hunde, etwa mit einem neuen Spielzeug oder einem Kauknochen, sei zu empfehlen. "Auf keinen Fall die Tiere wegsperren, wenn es auf zwölf Uhr zugeht!" Die Plätze, die sie bevorzugen, sollten frei zugänglich sein. Wichtig ist es auch, dass man die Rolläden runterlässt, damit die Tiere nicht durch die Lichtblitze irritiert werden. "Bei einem sehr nervösen Tier, können Notfalltropfen ohne Alkohol gegeben werden." Schon ab dem Vortag sollte die Katze, die ein Freigänger ist, im Haus gehalten werden, um zu verhindern, dass sie sich tagelang verkriecht. Auch eine Decke über dem Körbchen oder dem Vogelkäfig könne helfen, um eine Art Schutzhöhle zu bieten.

"Paganini ist immer ganz ruhig", so Reiterin Madeline Thurn aus Grafenwöhr über ihr Pferd. "Außerdem liegt der Stall relativ ruhig und abgeschottet in Bärnwinkl. Ein bisschen sind die Tiere hier in der Gegend die Schießerei durch den Truppenübungsplatz gewöhnt." Das bestätigt auch Kirsten Schraml vom Reitclub in Pressath. Schon sehr früh am Silvestermorgen werden die Pferde auf die Koppel geführt, danach bleiben sie in der Box. "Die riechen, dass da etwas in der Luft ist, auch wenn es nur vereinzelte Böller sind. Daher bleiben sie in der Einzelbox bis alles rum ist," betont Schraml.

Musik beruhigt


Dr. Siegfried Schmelcher, Tierarzt aus Pressath, empfiehlt bei nervösen Schützlingen Musik oder den Fernseher etwas lauter zu stellen, um zu beruhigen. "Man weiß nie wie sie reagieren. Man sollte weder belohnen noch bestrafen. Das letzte 'Gassi-Gehen' im alten Jahr sollte rechtzeitig am frühen Abend stattfinden. "Wir haben immer wieder mal besorgte Tierfreunde, die um einen Rat bitten", meint Schmelcher. "Für ganz schwierige Fälle gibt es Tabletten, Sprays oder Halsbänder, die beruhigende Duftstoffe verströmen." Die Tiere danken es sicher mit einem Schnurren oder freundlichen "Wuff" auf das Neue Jahr.
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