Sitzung des Schulverbands
Ganztagsschule gut genutzt

Über den zufriedenstellenden Start der offenen Ganztagsschule berichteten Bürgermeister Werner Walberer und Schulleiterin Ulrike Neiser bei der Schulverbandssitzung. Bild: bjp
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Pressath
10.03.2016
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In Pressath werden wieder mehr Kinder geboren. Doch bis sich das in den Schülerzahlen der Grund- und Mittelschule widerspiegelt, werden ein paar Jahre vergehen.

Einstweilen schlagen noch die geburtenschwachen Jahrgänge durch: 248 Mädchen und Buben drückten zum Schuljahresbeginn 2015/16 die Schulbänke an der Wollauer Straße - 34 weniger als ein Jahr zuvor.

Entmutigen lassen sich Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Werner Walberer, Rektorin Ulrike Neiser und die anderen Verantwortlichen des Schulverbands davon nicht. "Gerade jetzt wollen wir alles tun, um unseren Schulstandort fit für die Zukunft zu machen", gab Walberer bei der Schulverbandssitzung als Losung aus. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg sei die Aufnahme in das bayerische Pilotprojekt "Offene Ganztagsschule" (OGS) gewesen, mit der die Regierung der Oberpfalz zugleich ihre Wertschätzung für die Bildungsstätte bekundet habe: "In Regensburg wird man sicher gewusst haben, warum man gerade uns berücksichtigt hat."

Anfangs hätten manche Eltern der vertrauten Mittagsbetreuung nachgetrauert und Skepsis gegen das neue Angebot gehegt, räumten Werner Walberer und Ulrike Neiser ein. Doch das habe sich schnell gegeben, zumal die beiden bewährten Betreuungskräfte des "Vereins Mittagsbetreuung", Karin Kneidl und Edeltraut Pollinger, in die OGS übernommen worden seien. "Ohne diese Mitarbeiterinnen und das Inventar des Vereins hätte dieses Angebot nicht so zügig und reibungslos starten können", betonte Walberer. Verstärkt werde das Ganztagsschulteam durch die vom OGS-Betreiberunternehmen GFI (Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration, Anm. d. Red.) angestellte Lehrkraft Benedikt Heinl, ergänzte Ulrike Neiser. Mithin klappe die "Verzahnung zwischen Schule und Nachmittagsbetreuung" bestens.

Lobend erwähnte die Schulleiterin die Zusammenarbeit mit der Stadt und der GFI: "Die Entscheidung für diese Partnerfirma hat sich als richtig erwiesen." Ein Dankeschön galt auch der DJK Pressath, die der Schule ihre Absolventin eines "Freiwilligen Sozialen Jahres", Theresa Thurn, für die OGS "ausleihe". Inzwischen, so Neiser, sei die auf 25 Schüler ausgelegte "Langgruppe" mit Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangeboten bis 16.15 Uhr voll besetzt, und auch das Interesse an der "Kurzgruppe" mit einer Betreuungszeit bis 13.15 Uhr sei rege. Für eine weitere Teilzeitgruppe, in der die Schüler bis 14.15 Uhr beaufsichtigt werden sollten, habe sich demgegenüber niemand gemeldet.

Für kommendes Schuljahr erwägt die Schule laut Ulrike Neiser die Ausweitung der OGS, die zurzeit den Grundschulklassen vorbehalten sei, auf die Mittelschuljahrgänge: "Wir hoffen auf die Genehmigung aus Regensburg und die Bewilligung entsprechender Zuschüsse." Nötigenfalls würden dann zwei "Langgruppen" eingerichtet. "Fast sehr gut" seien die für die OGS verfügbaren Räumlichkeiten, wenngleich die Mensa noch einer Schallisolierung bedürfe: "Hierfür wurden schon Angebote eingeholt." Werner Walberer fügte hinzu, dass die Stadt ergänzend zu den Erlösen aus den Teilnahmeentgelten weitere 14 000 Euro für Investitionen in die OGS und damit "in die Zukunft der Schule" beigesteuert habe.

Pressath als VorzeigeprojektRektorin Ulrike Neiser und Schulverbandsvorsitzender Werner Walberer waren sich bei der Schulverbandssitzung einig, dass das offene Ganztagsschulangebot (OGS) der Pressather Schule "sehr gut aufgestellt sei", was sich insbesondere im landkreisweiten Vergleich zeige.

So sehe es offenbar auch die Regierung der Oberpfalz, die im Dezember eine Abordnung an die Haidenaab entsandt habe.

"Die Besucher waren so begeistert, dass sie uns eingeladen haben, bei einer Schulleiterversammlung für die Kreise Neustadt und Tirschenreuth in Windischeschenbach über unsere Umsetzung des Pilotprojekts OGS zu referieren", berichtete Neiser. Teilgenommen hätten außer ihr auch Rudolf Fuchs, der bei der Verwaltungsgemeinschaft für Schulangelegenheiten zuständig ist, und ein Vertreter der Betreiberfirma GFI. (bjp)
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