Waldweihnacht wieder ein starker Besuchermagnet - Mehr als 600 Gläubige kommen bei milden ...
Hessenreuther Waldweihnacht mit 600 Besuchern

Monsignore Karl Wohlgut zelebrierte die Messe vor der Filialkirche in Hessenreuth. Bild (mng):
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Pressath
29.12.2015
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Hessenreuth. Acht Grad hatte es in diesem Jahr bei der traditionellen Waldweihnacht. Wenn auch der Schnee fehlte: Die Besucher kamen in Scharen und die Vorräte an Bratwürsten sowie der Glühwein war binnen kürzester Zeit aufgebraucht.

Alljährlich am ersten Weihnachtsfeiertag laden die Dorfbewohner zum Gottesdienst auf den Platz vor der Filialkirche ein. Robert Steinkohl, Feuerwehrvorsitzender und Sprecher der Hessenreuther im Pfarrgemeinderat Kastl, war überwältigt von der großen Zahl an Besuchern. Die Kollekte, so Steinkohl, komme der Ortskirche zu Gute und der Erlös aus dem Bratwurst- und Glühweinverkauf nach der Messe sei für die Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz Nord und den Verein Krebskranker und Körperbehinderter Kinder in Ostbayern (VKKK) bestimmt.

Der Männerchor Kastl unter Leitung von Albert Schraml gestaltete mit dem Zitherclub Erbendorf den von Monsignore Karl Wohlgut zelebrierten Gottesdienst.

In seiner Predigt ging Wohlgut auf die Geschichte von einem reichen Kunstexperten ein, dessen Sohn bei einem Verkehrsunfall verunglückte. Als auch der Mann verstarb hatte er in seinem Testament festgelegt, dass seine Bilder versteigert werden sollten. Nach eigenem hin und her erhob der Gärtner des Verstorbenen die Hand. Damit war die Auktion beendet. "Es war der Wille des Vaters, dass, wer den Sohn hat, alles bekommt", sagte der Auktionator.

Weihnachten erinnere uns an unseren himmlischen Vater, dessen Sohn auf diese Welt gekommen ist, uns von unseren Sünden zu retten. Die Geschichte stelle so auch ein Gleichnis zum ersten Johannesbrief dar, denn auch dort heißt es: "Wer den Sohn hat, hat das Leben ."

Nach dem Segen verabschiedete Monsignore Wohlgut die Besucher nicht wie gewöhnlich mit "Gehet hin in Frieden" sondern mit "Feierts miteinander". Das taten sie dann auch und nutzten die Gelegenheit, sich bei Bratwürsten und Glühwein zu stärken. Dass die Dorfgemeinschaft funktioniert, zeigte die Vorbereitung und Organisation. Die Helfer hatten alle Hände voll zu tun, dem Ansturm gerecht zu werden, sei es am dicht umlagerten Grillstand oder in der ebenfalls sehr gut frequentierten "Likörbar".

Fazit der Veranstaltung: 80 Liter Glühwein, 200 Paar Bratwürste und stolze 500 Stamperl Likör wurden umgesetzt. "Der Erlös wird im kommenden Jahr an die gemeinnützigen Einrichtungen verteilt", versprach ein rundum zufriedener Robert Steinkohl.
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