Eisen Lindner verkauft
Aus Lindner wird Sülzle

Heinrich Sülzle (links) und Adolf Lindner sind zufrieden: Der Schwabe übernimmt das Pressather Unternehmen Eisen Lindner zum 1. Mai. Bild: Götz
Wirtschaft
Pressath
13.04.2016
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Adolf Lindner zieht sich zurück: Der Inhaber von Eisen Lindner in Pressath verkauft seinen Betrieb. Sülzle Stahlpartner aus dem baden-württembergischen Rosenfeld übernimmt das Unternehmen zum 1. Mai.

"Mir ist es gelungen, den Standort zu sichern", blickt Adolf Lindner zufrieden zurück und auch in die Zukunft. Seit Mitte Februar standen Adolf Lindner und Heinrich Sülzle, Geschäftsführer der Sülzle Gruppe, in Verhandlungen. "Das ging sehr schnell", sagen die Geschäftspartner. Über einen Verband, dem die beiden angehören, standen Lindner und Sülzle immer wieder in Kontakt. Der habe sich dann über Lieferanten noch intensiviert.

Zum Kauf der Firma Eisen Lindner gehören auch die Immobilien sowie der Maschinen- und Fuhrpark. Auch die zwölf Mitarbeiter: "Sie bekommen ein entsprechendes Angebot, dass sie hier weiter arbeiten können", erklärt der baldige Inhaber Sülzle. "Sie sind froh, dass es weitergeht", weiß und ergänzt Lindner. Die Mitarbeiter wurden am Mittwochmorgen über die Veränderungen informiert.

Sülzle Stahlpartner ist laut Geschäftsführer dezentral organisiert mit vielen Standorten. Er selbst ist für den kaufmännischen, sein Bruder für den technischen Bereich zuständig, beide erledigen ihre Geschäfte vom Hauptsitz in Rosenfeld aus. "Am Standort selbst wird der Versand organisiert", erklärt der Baden-Württemberger. Im Hinblick auf seine neuen Oberpfälzer Mitarbeiter sagt er: "Wir bauen auf eine gute Mannschaft." Wenn sich die neuen Geschäftsführer und die Belegschaft besser kennengelernt haben, sollen auch eventuell die Kompetenzen neu vergeben werden.

"Der Betrieb läuft gut", sagt auch Lindner. Und dennoch: Er will sich aus dem Tagesgeschäft zurückziehen. "Ich höre aus Altersgründen auf", betont er. Lindner und Sülzle haben sich "partnerschaftlich geeinigt", wie sie sagen. Über das Finanzielle wollen sie nicht sprechen. Nur so viel: Für beide sei es eine gewinnbringende Situation gewesen.

Im Erwerb des Pressather Biege- und Formstahlbetriebs sieht Sülzle eine "Erweiterung des Liefergebiets". Nach ihm habe seine Firma bereits mit einigen Firmen der Region zusammengearbeitet: "Wir haben bereits auch Kunden in der Oberpfalz und rücken jetzt näher an sie heran."

Das baden-württembergische Unternehmen arbeitet laut Geschäftsführer nach dem Motto "Wir sind immer so groß wie der Kunde uns braucht" - vom Einfamilienhaus bis zur Industriehalle sei alles dabei. Der schwäbische Betrieb habe auch bereits große Projekte wie die Lieferung mit Stahl für "Stuttgart 21" neben anderen Unternehmen übernommen.

Sülzle StahlpartnerDie Sülzle-Gruppe ist ein in vierter Generation geführtes Familienunternehmen. Es umfasst vier Bereiche:

Sülzle Stahlpartner: Bewehrungsstahlhändler und Biegebetrieb mit Armierungskörben, Schraubverbindungen und Bewehrungsstahl, Profilstahl, Rohre und Bleche;

Sülzle Nutzeisen: Verkauf, Vermietung und Rückkauf von neuem und gebrauchtem Profilstahl für Spezialtiefbau und Brückenbau;

Sülzle Kopf ist in drei Sparten unterteilt: Anlagenbau mit Planung, Montage und Inbetriebnahme für Trink-, Brauch- und Abwassertechnik-Anlagen, industrielle Abluft- und Abgasreinigung; Gebäudetechnik Entwicklung von Energiekonzepten; SynGas: energetische Verwertung von Klärschlamm;

Sülzle Klein: Entwicklung und Realisierung von Eindickungs-, Entwässerungs- und Trocknungsanlagen für die Behandlung von Klärschlammm.

Die Sülzle-Gruppe umfasst mehr als 600 Beschäftigte an 16 Standorten. Die Sparte Stahlhändler hat deutschlandweit 11 Standorte. (esc)
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