Pressather Gewerbering bespricht Beschilderungskonzept - Vortrag macht ratlos
Referentin Silke Schieder regt auf

Silke Schieder warf im Vortrag Fragen auf, blieb aber Antworten schuldig. Bild: ade
Wirtschaft
Pressath
25.02.2015
191
0

Bei der ersten Vorstandsversammlung des Gewerberings 2015, stellte Vorsitzende Charlotte Hautmann die Position des Vereins zum geplanten Beschilderungskonzept klar. Die Vorsitzende hatte gemeinsam mit der Stadt einen Vorschlag erarbeitet. Für Aufregung sorgte aber vor allem eine Referentin.

Am Ortseingang aus Richtung Grafenwöhr und Kemnath sollen nur das Industriegebiet Döllnitz und das Gewerbegebiete West mit den dazugehörenden Straßen ausgeschildert werden. In der Innenstadt bei der "Böllathkreuzung" solle es eine ausführlichere Beschilderung geben. Hier sei folgende Reihenfolge von oben nach unten angedacht: erst der Straßenname, dann die öffentlichen Einrichtungen, wie Rathaus, Kirche oder Kindergarten, anschließend Ärzte und Apotheken und dann das Gewerbe. Das Aussehen der Schilder soll der Bauausschuss klären.

Keine Lösungen

Ein weiteres Thema war die Osteraktion. Laut Hautmann sei als Termin der 23. bis 27. März vorgesehen. Diesmal sollen bunte Marienkäfer in den Schaufenstern der teilnehmenden Geschäfte "schwirren", die die Kinder zählen sollen. Aus den richtig ausgefüllten Teilnahmescheinen werden zehn Osternester verlost. Der Osterhase wird die Nester am 28. April in der Tankstelle Hautmann überreichen. "Schutz im Alter vor dem Zugriff des Staates", hieß es bereits vor den Informationen. Silke Schieder aus Immenreuth sprach über Steuersparmöglichkeiten. Obwohl sie klar und verständlich sprach, ließ sie die Teilnehmer am Ende ratlos und verärgert zurück, weil sie zwar das Problem ansprach, aber keine Lösungen, die bot sie nur bei "individuellen Beratungsgesprächen" an.

Mitglied einer internationalen Finanz-Gruppe

Schieder sprach von Plänen, nach Vorbild des Lastenausgleiches von 1952 auf das Immobilien-Vermögen der Bürger zuzugreifen. Dies könne durch Zwangsanleihen oder Ähnliches geschehen. Auch die Rückkaufswerte der Lebensversicherungen seien nicht mehr sicher, erklärte die Referentin. Ihre Äußerungen belegte die Referentin mit zahlreichen Zeitungsartikeln. Sie riet den Zuhörern, sich mit dem Thema zu beschäftigen, um die hart erarbeiteten Vermögenswerte zu sichern. Auf Nachfrage mehrerer Anwesenden, erklärte sie, dass es Lösungen gebe, wollte diese aber nicht verraten. Auch über ihren beruflichen Hintergrund gab sie nur vage Auskunft. Sie habe versprochen, lediglich Informationen über die Problematik zu liefern, und keine Verkaufsveranstaltung abzuhalten. Sie sicherte jedoch zu, auf Wunsch Informationsmaterial per Mail zu versenden und eine individuelle Beratung anbieten. Recherchen im Internet haben ergeben, dass Schieder eine Finanzberatung in Immenreuth betreibt, ihre Email-Adresse gehört zu einer internationalen Finanz-Gruppe in Liechtenstein.

Andrea Schultz aus Arzberg informierte über die finanziellen Belastungen durch einen Pflegefall in der Familie. Als Betroffene habe sie selbst erfahren, dass die Pflegeversicherung nicht ausreiche. Um eine Betreuung der zu pflegenden Person sicherzustellen, werde im Ernstfall zuerst das Vermögen des Betroffenen, dann das Vermögen seiner Kinder und am Ende auch das Einkommen der Kinder herangezogen. Es sei sehr schwer, im Vorfeld an Informationen über finanzielle Aspekte und pflegerische Hilfsangebote zu kommen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.