Protonen-Zentrum in Wales
Pressather Pravida Bau in Newport

Spatenstich für das walisische Krebszentrum in Newport: (von links) Projektleiter John Mcintosh, der Pressather Bauunternehmer Orro Pravida und Mike Moran, Geschäftsführer von PPI. Bild: privat
Wirtschaft
Pressath
04.03.2016
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Schirmherrin der bayerischen Unternehmer: Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Bild: Götz

Newport. Wissenschaftsministerin Edwina Hart nennt das Protonenzentrum in Newport "einen wichtigen Meilenstein für die Krebstherapie". Mike Moran, Chef von Proton Partners International (PPI), charakterisiert die walisisch-oberpfälzische Koproduktion als innovativstes Protonenzentrum kombiniert mit der besten Bauweise - der vom Ingolstädter Jan Forster patentierten "Sandwich-Construction" ausgeführt durch Pravida Bau aus Pressath.

Für den Pressather Bauunternehmer Otto Pravida ist das erste schlüsselfertige Protonenzentrum in Großbritannien ein weiterer Schritt auf dem Weltmarkt - die Gruppenphase der Championsleague. Denn dem Projekt im Westen der Insel sollen weitere zusammen mit PPI folgen. "Unser Partner hat vom führenden belgischen Gerätehersteller IBA drei Anlagen gekauft, die erste für Newport und auch für die nächsten zwei sollen wir die strahlensichere Hülle in England bauen."

Schonende Therapie


Führende Onkologen halten die Protonentherapie derzeit für die beste Waffe gegen den Krebs, erklärt Pravida den Zweck des Zentrums. "Die Lösung für die Highend-Geräte der Celtic Springs Clinic - Protonentherapie, ein normaler Linearbeschleuniger und Chemotherapie - ist ein Leuchtturm für die Krebsbehandlung." Protonen sollen Tumore schonender und zielgenauer bekämpfen: "Man kann sie in einem wesentlich früheren Stadium behandeln."

Das Gebäude in Newport soll bis November fertig sein, der erste Patient wird Ende 2017 behandelt. "Wie bei allen unseren Projekten gab es bisher keine Verzögerungen und wir werden den Plan auch dieses Mal einhalten."



Wie hoch die Briten selbst den Neubau hängen, sieht man daran, dass die walisische Gesundheitsminister am 18. Januar selbst zum Spatenstich anreiste. Während sich Edwina Hart darüber freut, dass Newport auf der Krebstherapie-Landkarte künftig hell leuchtet, loben private Investoren auch die sparsame Bauweise "Made in Oberpfalz": "Die neue Einzelplatzlösung bietet ein noch besseres Preis-Leistungsverhältnis", sagt der Bauunternehmer, "die Bauzeit und die Kosten verringern sich um ein Drittel."

Bayerische Werte


Kosten für den medizinischen Bau: 6,5 Millionen Euro: "Von dieser Summe kommen 60 Prozent der Wertschöpfung nach Bayern", frohlockt Pravida. "Die Elektro-Planung macht die Firma EAS aus Neustadt/Waldnaab, die Statik Markus Bayerl aus Kirchenpingarten, die Haustechnik kommt von der Firma BSK aus Weiden und viele Handwerker aus der Region sind ebenfalls eingebunden."

80 Strahlenschutzgebäude hat Pravida bisher gebaut, in Newport entsteht die zweite Protonenanlage nach dem Rohbau in Wiener Neustadt: "Das ist derzeit der globale Trend", freut sich der Pressather.

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Weitere Informationen auf Englisch:

www.proton-int.com/article/proton_partners_will_transform_cancer_care_in_uk

Oberpfalz goes global"Oberpfalz goes global" hieß das das Motto des diesjährigen Abends der Außenwirtschaft in Amberg, bei dem sich 400 Vertreter der Oberpfälzer Wirtschaft mit den bayerischen Auslandsrepräsentanten in Amberg austauschten. Mit dabei: Otto Pravida. "Respekt für Wirtschaftsministerin Ilse Aigner", lobt der Pressather die Chefin der ökonomischen Netzwerker.

"Durch Vermittlung der Außenhandelskammern bekamen wir jetzt Anfragen für den Bau von medizinischen Strahlenschutzgebäuden aus Polen und Russland." Als Mitglied der Außenhandelskammer - "niedriger Beitrag, hoher Nutzen" - bekomme ich Beratung zum Standort und Unterstützung bei der Akquise." Sie seien das Bindeglied zur Politik und Verwaltung in den Zielländern. (jrh)
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