Thomas Wein referiert beim Gewerbering Pressath
"Soziale Medien in aller Munde"

Wer nicht drin ist, könnte bald "out" sein: Insbesondere die jetzt heranwachsende internetaffine Generation erreiche ein Unternehmen am wirksamsten über die auch mit mobilen Geräten gut nutzbaren "sozialen Netzwerke", warb Thomas Wein beim Pressather Gewerbering. Bild: bjp
Wirtschaft
Pressath
04.08.2016
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Facebook, Twitter und Co. - für viele spanische Dörfer. Dass die sozialen Netzwerke besonders für Unternehmen immer wichtiger werden, erklärte ein Experte dem Gewerbering.

Soziale Netzwerke, Foren, Weblogs, Event-Portale: Wer sich auf dem vertrackten Wegenetz der "virtuellen Welt" nicht auskennt, gerät allmählich ins Abseits. Ganz besonders gilt das für Unternehmer, denn sie müssen die potenzielle Kundschaft in deren "Welt" abholen. "Mehr als drei Viertel aller Deutschen nutzen das Internet, über zehn Millionen verwenden mobile Zugangsgeräte", umriss Thomas Wein bei der Mitgliederversammlung des Gewerberings die immense Bedeutung dieses Kommunikationsmediums.

Bei den "sozialen Medien" zähle Deutschland im weltweiten Vergleich zwar noch zu den "Entwicklungsländern", wusste der Inhaber des Lappersdorfer Beratungsunternehmens "Faktor Z Büro für Werbung". Nur etwa die Hälfte der deutschen Internetnutzer klinke sich regelmäßig bei Facebook, Twitter, Xing und ähnlichen Diensten ein. Damit liege die Bundesrepublik weit hinter Ländern wie Mexiko, Indien, Vietnam, China oder den Philippinen. Doch wachse die Bedeutung dieser Kommunikationswege auch hierzulande stetig: "Soziale Medien sind auch bei uns in aller Munde."

Deshalb, so Wein, sollten Unternehmen tunlichst nicht auf das Marketing über Netzwerke verzichten, das ein immenses Neukundenpotenzial erschließe und die Interaktion mit Neu- wie Bestandskunden effizienter gestalte: "Ein vereinfachtes, schnelles Kundenfeedback dient nicht nur dem Ruf einer Firma und dem Kundenvertrauen, sondern ist auch für die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten und Dienstleistungen nützlich." Vor allem die jetzt heranwachsenden internetaffinen und an den alltäglichen Umgang mit Smartphone und Tablet gewöhnten Generationen seien am wirksamsten auf diesem Wege zu erreichen. Zudem könnten werbewirksame Kundenbewertungen und Referenzen auf einfache Weise gesammelt und publik gemacht werden.

Wichtig sei, klare strategische Entscheidungen zu treffen: "Wer im Unternehmen soll sich der Werbung via 'soziale Medien' widmen, welche 'Botschaften' sollen vermittelt werden, und über welche Kanäle soll das geschehen?" André Jantzi, Bezirksgeschäftsführer des "Bundes der Selbständigen", und Gewerberingvorsitzender Martin Pepiuk bestätigten aus eigener Erfahrung die Effektivität dieses Marketingwegs, der es erlaube, Informationen im günstigsten Fall binnen weniger Minuten bei Tausenden von Netzwerkteilnehmern bekannt zu machen. Weins Fazit: "Wer künftig auf dem Markt präsent sein will, wird um den Schritt in die sozialen Netzwerke nicht mehr herumkommen, zumal er sonst leicht als Sonderling abgestempelt werden könnte."

Der Werbefachmann verschwieg jedoch auch nicht die problematischen Aspekte wie die Notwendigkeit, sich vor Hacker-Angriffen und "Cyber-Mobbing" in Gestalt rufschädigender Schmähkritik und Verleumdung zu schützen, was leider nie hundertprozentig zu erreichen sei.

Achtsamkeit erspart AbmahnungBei der Gestaltung von Internetangeboten dürften rechtliche, insbesondere urheberrechtliche "Spielregeln" nicht auf die leichte Schulter genommen werden, warnte Werbefachmann Thomas Wein. Die unbekümmerte Übernahme eines fremden Textes, Bildes oder Videos könne Abmahnungen nach sich ziehen, die mit ruinösen Kostenforderungen in vier- bis sechsstelliger Höhe verknüpft seien, warnte Wein: "Es gibt Anwälte, die auf derlei Forderungen spezialisiert sind, und im technisch ausgefeilten Internet bleibt eine solche Leichtfertigkeit kaum verborgen."

Auch bei selbst aufgenommenem Bildmaterial tue man gut daran, sicherzustellen, dass keine der dort abgebildeten Personen etwas gegen eine Veröffentlichung habe: "Geht es um Abbildungen von Kindern, haben natürlich die Erziehungsberechtigten das letzte Wort." Bilder, die man bei Agenturen wie "Fotolia" erwerbe, böten gleichfalls keine hundertprozentige Gewähr für Rechtssicherheit. (bjp)
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