Unsatzsteigerung kein Selbstzweck

Gewerbering und Stadt Hand in Hand: Was sich ein Vierteljahrhundert lang bewährt hat, wollen Vorsitzender Martin Pepiuk (rechts) und Bürgermeister Werner Walberer (Zweiter von links) weiter intensivieren. Zweiter von rechts: André Jantzi, Bezirksvorsitzender des Bundes der Selbständigen (BdS). Vierter von links: BdS-Bezirksvize Ulrich Perchermeier. Bild: bjp
Wirtschaft
Pressath
22.11.2016
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"Gemeinsam Veränderungen schaffen": Programmatische Wegmarken für die Zukunft setzte der Gewerbering bei seiner 25-Jahr-Feier im Pfarrsaal (wir berichteten).

Im Mittelpunkt steht die Kampagne "Umdenken - regional einkaufen", mit der die Gewerbetreibenden die Menschen in Pressath, Schwarzenbach und Trabitz neugierig auf die heimatlichen Geschäfte, Handwerker und Dienstleister machen wollen.

"Mit dieser Aktion wollen wir den Menschen unserer Gemeinden im Zeitalter von Internet und Mobilität signalisieren: Die örtlichen Betriebe brauchen dich", führte Gewerberingvorsitzender Martin Pepiuk aus. Hierbei gehe es nicht um Umsatzsteigerung als Selbstzweck, sondern vor allem um die Sicherung von Angebotsvielfalt, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. "Nebenbei" verringerten die Bürger Straßenverkehr und Ressourcenverbrauch, wenn sie anstelle auswärtiger Geschäfte oder Versandhändler die Angebote vor Ort nutzten.

Lokales Verzeichnis


Neben "kollektiven" Presseanzeigen unter dem Motto "Leben, Wohnen und Einkaufen in Pressath" solle ein lokales Branchenverzeichnis im Internet und in gedruckter Form auf die Vielfalt "vor der Haustür" aufmerksam machen, kündigte Pepiuk an: "In diese Verzeichnisse können sich auch Unternehmen eintragen lassen, die keine Gewerberingmitglieder sind, allerdings zahlen sie ein etwas höheres Entgelt für den Eintrag." Mittelfristig strebe man eine "Vernetzung aller Firmen im Vierstädtedreieck" an. "Angedacht" seien außerdem Aktionswochen und ein Bonusheft.

Mit mehr Fieranten und neuen Attraktionen wolle der Gewerbering die Marktsonntage beleben, mit einem besonderen "Ausstellungstag" den Blick auf die Handwerksbetriebe lenken, und sogar eine "Pressather Shoppingnacht" sei denkbar. Mit speziellen Aktionen wolle man sich noch mehr als bisher an Kinder und Jugendliche wenden. Ausbauen werde der Verein ferner das Vortrags- und Schulungsangebot für seine Mitglieder, ließ Martin Pepiuk wissen. Das traditionell konstruktive Miteinander von Stadt und Gewerbering lobte Bürgermeister Werner Walberer.

Langes Fest


Mit den zweimonatlichen gemeinsamen Arbeitssitzungen, die der neue Vorstand angeregt habe, sei die Zusammenarbeit noch intensiver geworden. Viel Beifall ernteten die Akrobatikgruppe "Akro-Fun" der Weidener DJK-Jugend und die Musiker von "Michael Bertelshofer & Friends", die den Abend künstlerisch gestalteten, bei guten Gesprächen und Tanz ging das Jubiläumsfest bis lange nach Mitternacht.
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