Prager Mozart Trio begeistern bei Wurzer Sommerkonzerten mit melodischen Tönen und tänzerischem ...
Raffinierte Bläserklänge und wiegende Rhythmen

Das Prager Mozart Trio überzeugt mit seinen musikalischen Interpretationen auf Klarinette und Fagott. Bild: tie
Kultur
Püchersreuth
06.09.2016
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Wurz. Wolfgang Amadeus Mozart verfasste im Jahr 1783 in Wien das Werk "5 Divertimenti für zwei Klarinetten und Fagott". Dieses besondere Stück greift das Prager Mozart Trio bei ihrem Konzert in Wurz auf. Die Musiker Stefan Britvik und Milos Bydzovsky (Klarinette) und Petr Nemecek (Fagott) eröffnen ihre Vortragsreihe mit dem "Divertimento Nr. 3". Flott zieht das "Allegro" vorüber, melodiereich erweist sich das "Adagio".

Kaum bekannte Werke


Das "Menuett" bringt tänzerischen Flair in die Musik. Das finale "Rondo" bringt noch zusätzlichen Schwung in das Werk. So wie das Bläsertrio es vorträgt, klingt es rein und beeindruckt durch homogenes Zusammenspiel. Das Werk ist kaum bekannt, der Komponist umso mehr. Beim nachfolgenden Stück sind Werk und Verfasser eine Neuentdeckung. Das "Trio B - Dur" von Jan Nepomuk Vent, einem Zeitgenossen Mozarts, besticht durch seine Klangfreude, die durch das Spiel des Bläsertrios besonders zur Geltung kommt. Das gilt für das rasante "Allegro", das gemütliche "Menuett", das verhalten klingende "Adagio" und auch für das entfesselt rasche "Rondo", das den Gegensatz zu den vorangegangenen Sätzen markiert. Nach der Pause beginnt das Trio mit dem "Divertimento G - Dur" von Vojtech Nudera, einem weiteren Zeitgenossen Mozarts.

Eröffnet wird die Musik mit einem schnellen "Allegro Vivace", dem sich ein melodisches "Menuett" anschließt. Das folgende "Rondo" beendet das Werk nicht, wie es diese Satzform normalerweise tut. Nach dem lebhaften Satz folgt ein ruhiges "Adagio". Äußersten Kontrast dazu bietet das ruhelos dahineilende "Finale - presto".

Zeitgenosse Mozarts


So wie das Werk gespielt wird, fragt man sich, warum es nicht öfter erklingt. Die nächste Neuentdeckung lässt nicht auf sich warten: Die "Variationen über ein Thema von Ignaz Jan Pleyel", die der nächste Zeitgenosse Mozarts, Frantisek Vincenc Kramár, verfasst hat, folgen.

Ein kurzes Thema wird vorgestellt, in dem der Verfasser die Musik zwar verändert, das Motiv aber nicht verleugnet. Kurz aber schön zieht das musikalische Geschehen vorüber.

Krönender Abschluss


Das "Divertimento Nr.1" aus den "5 Divertimenti für zwei Klarinetten und Fagott" von Mozart ist der krönende Abschluss des Konzerts. Dafür steht das beginnende "Allegro" mit seiner Fülle von musikalischen Gedanken. Das rasche "Menuett" bringt den wiegenden Rhythmus, der den schönen Klang noch unterstützt. Das "Adagio" lebt von seiner getragenen Melodie. Anschließend ein weiteres "Menuett", das knapp ein einprägsames Thema vorstellt.

Ein "Rondo" beschließt den Abend. Auf großen Beifall folgt eine Zugabe - das "Presto - Finale" aus dem "Divertimento G - Dur" von Adalbert Nudera. Ein letztes Mal ertönen raffinierte Bläserklänge.
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