Wassergebühren steigen leicht

Lokales
Püchersreuth
02.11.2015
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Püchersreuth unterstützte mit der Vergabe von Bauaufträgen die heimische Wirtschaft. Insgesamt waren es um die 560 000 Euro. Moderat hob der Gemeinderat die Wassergebühren um acht Cent auf 1,35 Euro pro Kubikmeter Wasser an.

Bürgermeister Rudolf Schopper geht von einer positiven Berechnung für die Jahre 2016 bis 2018 aus. Besonders niedrig ist der Ansatz für den Stromverbrauch, weil ja der Gemeindebereich sein Trinkwasser von der Steinwaldgruppe bezieht. Diese fällt um gut 4 000 Euro niedriger aus.

Ab 1. Januar

Die jährliche Grundgebühr für den Wasserzähler beträgt künftig 36 statt 24 Euro. Die Bauwasserpauschale wurde auf 50 Euro (bisher 30) angehoben. Der Wasserverlust beträgt in der Gemeinde rund acht Prozent. Die Erhöhung tritt zum 1. Januar in Kraft.

Estricharbeiten für den neuen Kindergarten erledigt die Firma Brandl aus Kelheim für 23 114 Euro. Die Trockenbauarbeiten übernimmt die Weidener Firma 2 K Montagebau für 103 789 Euro. Um das Streichen der Fenster im Außenbereich zu vermeiden, sind die Elemente außen aus Aluminium und innen aus Lärchenholz.

Diese Maßnahme ging an die Firma Arnold aus Altenstadt/WN für 108 400 Euro. Holzfenster wären 6000 Euro günstiger gewesen. Zähle man den Aufwand fürs Streichen hinzu, "hat sich dies bereits gerechnet", sagte der Bürgermeister. Heizung, Lüftung und Sanitär installiert die Firma Schmeller aus Waldsassen für 156 453 Euro.

In der vorigen Gemeinderatsitzung gab es Ungereimtheiten bei der Vergabe der Elektroarbeiten (wir berichteten). Diesmal stand Diplom-Ingenieur Herbert Schneider, Planer für die Elektroarbeiten, Rede und Antwort. Für Lothar Löw ging es um die Brandmeldeanlage. "Laut der Bauabteilung im Landratsamt reichen nur Rauchmelder, und wir brauchen keine Brandmeldeanlage, die auf die Leitstelle aufgeschaltet wird. Oder reicht eine Hausbrandmeldeanlage, die wäre auch noch günstiger?" Laut Schneider ist die vom TÜV geforderte Anlage ausgeschrieben worden. Für Bürgermeister Schopper geht die Sicherheit vor. Er wird dies noch bei der Behörde klären.

Bei der Ausschreibung der Beleuchtungskörper gibt es keine Firmenvorgaben, nur die Lux-Werte müssen erreicht werden, sagte der Planer. Josef Beck wollte wissen, wie sich die Jalousien an Türen ohne Strom öffnen lassen. "Dies erfolgt dann mechanisch", erklärte der Ingenieur.

Löw fragte noch nach den Steckdosen für Telefon (23 Stück) und die 3000 Meter Leitungen und Kabelkanal über den Eingangbereich. Das Kabel muss entsprechend gesichert sein und die Steckdosen können auch für andere Datenübertragungen genutzt werden. Am Ende zählt das eingebaute Material. Außerdem erhielt die Firma Holler aus Weiden den Auftrag für die Elektroarbeiten für einen Angebotspreis von 167 452 Euro.

Die Regensburger Firma Innovative Kommunikations-Technologien hatte die Arbeiten für das schnelle Breitbandnetz ausgeschrieben. Für 493 011 Euro wird es an die Telekom vergeben. Für die Gemeinde beträgt der Eigenanteil 90 000 Euro. Jeder Teilnehmer bekommt mindestens 30 Megabyte. Jetzt muss es von der Bundesnetzagentur in Amberg noch genehmigt werden.

Sportplatz als Baugebiet

Sabine und Gerhard Deinzer dürfen ihr Carport und Anita und Hans Schell ihr Nebengebäude errichten. Ende November wird der Gemeinderat Maria Kulm besuchen. Für die Gemeinde kann der Winter kommen. Der Bauhof ist gerüstet. Schopper gab schließlich noch bekannt, dass sich der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung entschieden hat, den alten Sportplatz in Ilsenbach als Baugebiet auszuweisen.
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