Gemeinderat Püchersreuth verabschiedet Haushalt
Schüler sparen für Gemeinde

Politik
Püchersreuth
24.03.2016
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"Wir wissen, welche Aufgaben vor uns stehen", sagte Bürgermeister Rudolf Schopper im Gemeinderat. "Wir werden uns das dafür notwendige Geld leihen."

Schopper begrüßte den niedrigen Zinsenstand. "Das ist gut für unseren Kredit, den wir brauchen, bis die Fördergelder eintreffen." Die Kreditaufnahme für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen, ist mit 1,5 Millionen Euro festgesetzt. Das Gremium genehmigte den 5,5-Millionen-Euro-Haushalt einstimmig.

Kämmerer Andreas Voigt stellte die Zahlen vor. Die Gemeinde muss nur noch 512 000 Euro Kreisumlage überweisen. Die Ein- und Ausgaben im Verwaltungshaushalt belaufen sich auf 2 425 825 Euro und im Vermögensetat auf 3 113 511 Euro. Gleich bleibt der Hebesatz in der Grundsteuer A bei 360 und Grundsteuer B und Gewerbesteuer bei je 350 von Hundert. Die Kassenkredite sind auf 300 000 Euro festgesetzt.

Wichtigste Einnahmen im Verwaltungsteil sind der Zuschuss für die Schülerbeförderung (25 000 Euro), Betriebskostenförderung für die Kindertageseinrichtung (140 000 Euro) sowie 60 000 Euro aus der Kraftfahrzeugsteuer für die 36 Kilometer Straßen. Der Ansatz der Kanalbenutzungsgebühren in Püchersreuth und Ilsenbach steigt auf 70 000 Euro. In den anderen Orten liegt er bei 73 000 Euro. Die Konzessionsabgabe bringt 40 000 Euro ein.

Schwankende Steuer


Die Wasserverbrauchsgebühren liegen bei 108 000 Euro. Die Grundsteuer A bringt 28 000 Euro und 95 000 Euro die B. Mit großen Schwankungen ist bei der Gewerbesteuer zu rechnen. Hier setzte Voigt nur 140 000 Euro an. Im vergangenen Jahr hatte der Kämmerer 130 000 Euro veranschlagt, aber fast 200 000 Euro eingenommen. Die Einkommensteuerbeteiligung liegt bei 645 000 Euro und die aus der Umsatzsteuer bei 13 000 Euro. Hintergrund sei, dass es in der Gemeinde sehr wenig Gewerbe gebe.

Die Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind mit fast 82 000 Euro für ehrenamtliche Tätigkeit festgeschrieben sowie gut 15 000 Euro für die Schule. Weil mehr Schüler höhere Bildungsstätten besuchen, sinke die Abgabe an den Hauptschulverband Neustadt um fast 30 000 auf 81 300 Euro, merkte der Rathauschef an. 28 000 Euro werden für die Beförderung der Kinder und 168 000 Euro für Personal nötig.

Für die beiden Kindergärten sind 310 000 Euro und für Straßenunterhalt 100 000 Euro vorgesehen. Im vergangenen Jahr wurden nur 29 633 Euro in Rechnung gestellt. Umgelegt werden die Kosten des Bauhofes in Höhe von 174 351 Euro. Der Strom für die Straßenbeleuchtung kostet 35 000 Euro. Der betriebstechnische Unterhalt der Wasserversorgung liegt bei 15 000, und 72 000 Euro sind für den Fremdwasserbezug aufzubringen. 30 000 Euro muss die Gemeinde Gewerbesteuer abführen. Rechnerisch zahlt die Kommune pro Einwohner 120 Euro an die VG. An Zinsen sind 8 000 Euro zu leisten.

Im Vermögenshaushalt sind für die Umrüstung des Digitalfunks bei den Feuerwehren (5000 Euro) vorgesehen. Für ein neues Feuerwehrauto für Wurz sind 30 000 Euro eingeplant. Der Feuerwehrverein zahlt 12 000 Euro dazu und der Staat 13 100 Euro. Der Stellplatz am Wurzer Gerätehaus kostet 30 000 Euro. Die Regierung gibt 28 875 Euro dazu.

Für die Schule will die Gemeinde 7000 Euro investieren. Der neue Kindergarten ist mit 1 015 000 Euro und 100 000 Euro Nebenkosten veranschlagt. Die Förderung liegt bei 75 Prozent. Mit 280 000 Euro Einnahmen wird in diesem Jahr gerechnet und nochmal 920 000 Euro im nächsten Jahr. Hier muss die Gemeinde eine Zwischenfinanzierung leisten.

Baugebiete im Auge


Eingeplant im Haushalt ist die Schaffung von Baugebieten in Püchersreuth und Ilsenbach. Die Baukosten für die Dorferneuerung Walpersreuth sind mit 390 000 Euro veranschlagt. Die Förderung beträgt 100 00 Euro. Für die beiden Kläranlagen sind 340 000 Euro vorgesehen. Der Breitbandausbau ist mit 498 011 veranschlagt. Es werden 394 408 Euro Fördergelder erwartet. Schüler sparen für Gemeinde (Hintergrund)
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