1000 Euro Belohnung für den entscheidenden Hinweis
Brandstiftung in Rotzendorf?

Nur mit Atemschutzausrüstung konnten sich die Feuerwehren aus Lanz und Wurz dem zum Teil lichterloh brennenden Holzstapel in Rotzendorf nähern. Das noch grüne Holz sonderte dichten Qualm ab. Zu erkennen sind die Stellen, an denen der Täter vermutlich Brandbeschleuniger ausgegossen hat. Bild: Feuerwehr Lanz
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Püchersreuth
08.04.2016
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Rotzendorf. Am Ortsausgang von Rotzendorf, Richtung Wildenau, haben Unbekannte am Sonntagabend gespaltenes Brennholz angezündet. Gegen 23.45 Uhr alarmierte eine Mitteldorferin die Polizei. Sie hatte vom Fenster aus in der Ferne mehrere kleinere Feuer entdeckt. Wenig später brannte der 80 Meter lange und bis zu 2,5 Meter hohe Holzstoß auf schätzungsweise 40 Metern Länge lichterloh. Schaden: 5000 Euro.

Dichte Qualmwolken


"Aus ermittlungstechnischen Gründen sind wir damit bisher nicht an die Öffentlichkeit gegangen", sagt Norbert Kick-Kreuzer von der Polizei in Neustadt. Es hätten erst mögliche Zusammenhänge zu anderen Straftaten in dieser Nacht geprüft werden müssen.

Brandleiderin Christine Stangl erzählt, die Polizei habe schon von der alten B 15 aus Richtung Tirschenreuth die Flammen gesehen und sofort die Feuerwehr informiert.

Die Floriansjünger aus Wurz und später auch aus Lanz rückten mit 20 Kräften aus. Aus dem angrenzenden Weiher pumpten die Wehren das Wasser in die Schläuche und löschten mit Atemschutzausrüstung Brand und Glutnester. Das meist noch grüne Holz qualmte massiv. Besitzer, Landwirt Albert Stangl, der seit geschätzten 20 Jahren an der immer gleichen Stelle sein Brennholz aufschlichtet, wurde von der Polizei geweckt und eilte zum Feuer. Mit dem Schlepper half er, den Stapel auseinanderzuräumen. Klar scheint, dass es Brandstiftung war. Der oder die Täter haben jeweils im Abstand von einigen Metern Brandbeschleuniger auf den riesigen Holzstoß gegossen. Gut die Hälfte brannte bis zum Erdboden nieder. Außerdem wurde ganz in der Nähe ein Bauwagen aufgebrochen.

Hohe Belohnung


Stangl schätzt, dass er etwa 100 Ster verloren hat. Zur Ergreifung des Täters setzen er und seine Frau Christine 1000 Euro Belohnung aus. Sie wollen wissen, ob jemand persönlich etwas gegen die Familie hat, oder ob sie Opfer eines Dummenjungenstreichs geworden sind. Hinweise nimmt die Polizei in Neustadt entgegen, Telefon 09602/94020. In der Umgebung hat es in den vergangenen Monaten mehrfach gebrannt. Am 3. Oktober ging ein Bienenhäuschen bei Neuhaus in Flammen auf, Ende Januar brannte ein Wochenendhaus auf einem Waldgrundstück aus. In beiden Fällen wurde von Brandstiftung gemunkelt.
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