Gemeinderat greift Bürger-Anregungen auf
Messung kein "Allheilmittel"

Vermischtes
Püchersreuth
17.12.2015
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Immer wieder ärgern sich Anwohner über Raser. Bürgermeister Rudolf Schopper regte nun im Gemeinderat an, mit der Nachbargemeinde Störnstein eine Verkehrsmesseinrichtung anzuschaffen, um die Verkehrssünder zu stoppen und um Mitbürger, vor allem Kinder, zu schützen.

Die Gesamtkosten würden sich auf rund 2800 Euro belaufen. "Wir haben sehr viele Bereiche, wo einfach zu schnell gefahren wird. Wir müssen hier an unsere Kinder und Mitbürger denken", betonte der Gemeindechef. Nach Meinung der Gemeinderätin Michaela Treml bringe es nichts, wenn die Raser nicht "an den Geldbeutel langen müssen". Die 1400 Euro Eigenanteil könne man anderweitig einsetzen.

Dass dies kein Allheilmittel sei, wusste auch Schopper. "Aber wir können etwas Bewirken." Lothar Löw forderte, ein Gerät anzuschaffen, auf dem ein Nachweis gespeichert werden könne, wie schnell der jeweilige Fahrer unterwegs war. Gegen die Stimmen von Treml, Markus Burkhard und Thomas Stock wird das Gerät angeschafft. Über Bluetooth könne man die Daten auslesen.

30 000 Euro Förderung


Damit Landwirt Otto Gleißner aus Botzersreuth sein Bauvorhaben verwirklichen kann, entschied der Bürgermeister die Befreiung von der Landschafts-Schutzgebietsverordnung. Andreas Kindl kann im Birkenweg 18 sein Bauvorhaben verwirklichen. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat den Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses in Wurz. Es wird eine Förderung von zirka 30 000 Euro erwartet. Die weiteren Kosten werden vom Feuerwehrverein gestemmt. Für das Baugebiet "Ilsenbach" lag ein Vorentwurf vor. Bereits jetzt gebe es Interessenten. Der Rathauschef unterbreitete den Gemeinderäten Varianten für die Erschließung des neuen Baugebietes. Vor allem gehe es um den Wendehammer auf dem ehemaligen Sportplatz.

Seit zehn Jahren läuft das Waldneuordnungsverfahren Botzersreuth. Am Mittwoch, 16. Dezember, werden die Ergebnisse von den fünf Teilnehmern unterzeichnet. Die Fläche des Gemeindewaldes wird weniger, aber durch den Wegebau und der daraus resultierenden "Ernte" bleibt für die Gemeinde etwas übrig. Die Gemeinderäte stimmten dem Ergebnis zu.

Die Grundschule verzeichnet steigende Schülerzahlen. Die Ortsteile Lampelmühle, Auerberg, Ziegelhütte, Stöberlhof und Lindenhof, werden ans Breitbandnetz angeschlossen, jedoch nicht vor 2017. Auch in diesem erhält die Gemeinde mehr Schlüsselzuweisung. Sie stieg von 577 000 Euro im letzten Jahr auf 651 000 Euro.

Ostbayernring "brisantes Thema"Ein brisantes Thema sei das Raumordnungsverfahren des Ostbayernrings. Bis 29. Januar könne eine schriftliche Stellungnahme bei der Regierung der Oberpfalz eingereicht werden. Der Gemeinde gehe es vor allem um den Ortsteil Pfaffenreuth. Die neue Hochspannungsleitung führe unmittelbar an Pfaffenreuth vorbei. Bürgermeister Schopper wird mit den betroffenen Bürgern Kontakt aufnehmen und "notfalls juristischen Beistand" suchen. (arw)
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