Stromtrasse Thema bei Gemeinderatsitzung
Sieger und Verlierer bei Trasse

Vermischtes
Püchersreuth
19.02.2016
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Sieben Tagesordnungspunkte sollte die Gemeinderatssitzung ursprünglich haben. Eine kleine Ergänzung - und plötzlich waren es 18. Ein wichtiger war die Stellungnahme zum Ostbayernring.

Eine Kommission skizzierte für die bayerische Regierung zu der geplanten Stromtrasse eine mögliche Trassenführung. Dazu soll die Gemeinde jetzt Stellung beziehen. Nach dem Plan soll die Stromleitung mit der A 93 gekoppelt werden. Gut für Windischeschenbach, wo man befürchtet, von der Trasse eingeengt zu werden.

Schlecht hingegen ist das für Püchersreuth, wie Bürgermeister Rudolf Schopper erklärt. "Die Strecke würde direkt neben Pfaffenreuth vorbeiführen." Außerdem müsste man ein Waldstück roden, das als Lärmbarriere vor der A 93 dient. "Man muss auch an die Dorfentwicklung in den nächsten 50 Jahren denken", findet Schopper.

Auch der Wald als die "grüne Lunge", wie er ihn bezeichnet, liegt ihm am Herzen. In der Stellungnahme fordert er deshalb, für die Trasse auf bestehende Masten zu setzen. In dem "Hotspot" um Windischeschenbach soll auf Erdverkabelung gesetzt werden. "Ob jemand auf uns hört, ist natürlich eine andere Sache", gibt er zu bedenken.

Ominöser Anschluss


Als eine "Pflicht, die wir gerne übernehmen", nennt der Bürgermeister einen niedrigen fünfstelligen Betrag, den die Gemeinde zum Defizit des Kindergartens St. Matthäus beitragen muss. Grund dafür ist hauptsächlich ein Darlehen. "Natürlich wäre uns lieber, wenn wir das nicht machen müssten."

Rätsel gab der Abwasseranschluss eines Hauses auf - das Wasser will einfach nicht abfließen. Nach einigen Kanalbefahrungen steht fest: Es muss zusätzlich Wasser eingespeist werden, um das Abwasser "anzuschieben". Dafür soll ein Ingenieur eine Lösung ausarbeiten. Schopper will dann drei Angebote für die Umsetzung einholen.

Einen Rückschlag gab es bei der Ausweisung "Am Sportplatz" in Ilsenbach: Das Landratsamt akzeptiert kein beschleunigtes Verfahren. Dennoch signalisiert es, dass man das Ganze schnell vorantreiben wolle. Dafür fassten die Räte in der Sitzung den nötigen Aufstellungsbeschluss und beauftragte einen Architekten mit der Planung.

Diskutiert wurden unter anderem die Öffnungszeiten des Kindergartens und die Beseitigung von Straßenschäden. Dafür stellte Schopper auch die Anschaffung einer Teergießmaschine in Aussicht. Verabschieden muss sich die Gemeinde von der Stabilisierungshilfe: Die Kassenlage sei einfach zu gut. In schlechten Zeiten könne sich die Gemeinde aber wieder bewerben. Dafür habe man die erste Bewerbungsrunde für Zuschüsse bei energetischen Sanierungen von öffentlichen Gebäuden überstanden.

Geduld gefragt


Zahlreiche Bauanträge winkte der Gemeinderat durch. Ein Wohnhaus im Außenbereich von Botzersreuth darf jedoch nur unter Auflagen des Landratsamte und der Gemeinde gebaut werden. Unter anderem muss der Bauherr wegen der Entfernung für den Anschluss an die Kanalisation selber aufkommen.

Genervt zeigen sich Bürgermeister und Gemeinderäte mittlerweile vom geplanten Bau eines Buswartehäuschen in Wurz. Man werde oft danach gefragt, könne die Bürger aber nur vertrösten. Die Gemeinde muss noch auf die Stellungnahme einer Fachbehörde warten. Der Rat beschloss außerdem, Maria Sauer (SPD) zur Seniorenbeauftragten zu ernennen.
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