Wurzer Minis strengen sich an
Kurbeln statt läuten

Ratschen ist anstrengend. Trotzdem zogen die Wurzer Minis einen Tag lang von Haus zu Haus, sagten das traditionelle Gedicht auf und baten um Spenden für die Ministrantenkasse. Bild: tok
Vermischtes
Püchersreuth
31.03.2016
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Wurz. Von Gründonnerstag bis zur Osternacht verstummen die Kirchenglocken oder wie der Volksmund sagt, " sie fliegen nach Rom". In dieser Zeit rufen Ratschen die Gläubigen zum Gottesdienst. Durch Drehen einer Handkurbel schlagen kleine Holzhammer auf ein Brett und machen so durch lautes Rattern und Klappern auf den Beginn der Messe aufmerksam.

Mit kleinen Ratschen ausgerüstet, zogen die Wurzer Ministranten am Karsamstag von Haus zu Haus und erinnerten mit einem kleinen Mundartgedicht an das Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu Christi: "Zum Ratschen san ma kumma, an Herrn hom's g'fanga g'numma. Für uns nahm's er in Kauf, mit Christus steh'n ma auf."

Mit der dritten Strophe, "Wir kumma zum Gedenken und lassen uns was schenken, wir g'freia uns scho drauf, mit Christus steh'n ma auf", baten die Minis um eine Spende und um Naschereien als Lohn für ihren Einsatz am Altar während des Kirchenjahres. Nach ihrem Rundgang durch die Dörfer ließen sich die Gruppen ein Mittagessen schmecken, zu dem die Ministranten-Mütter eingeladen hatten. Die Buben und Mädchen dankten den Fahrern Wolfgang Gleißner und Günther Liebs sowie Christa Fischer, in deren Händen die Gesamtorganisation lag.
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