An Brunnen nicht rütteln

Lokales
Pullenreuth
20.12.2014
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Für den Brunnen am Radlertreff macht sich Theresia Pirner stark. In einem Schreiben an den Bürgermeister stellte sie dessen Bedeutung für die Nachbarschaftshilfe heraus. Das Gremium versicherte, es gebe keinen Beschluss für eine Beseitigung.

In dem Schreiben, das bei der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgetragen wurde, regte Pirner ferner an, den Raum oben im Radlertreff der Nachbarschaftshilfe zu überlassen. Er sollte für die Aufbewahrung von Büchern, für Vorlese- und Spielnachmittage für Kleinkinder genutzt werden und außerdem als Treffpunkt für Eltern und Kinder.

Architekt kommt

Dazu sagte der Bürgermeister, er habe bei einem Gespräch mit der Leiterin der Nachbarschaftshilfe darauf hingewiesen, dass kein Beschluss vorliege, der eine Beseitigung des Brunnens zum Inhalt habe. Im Gegenteil, bei einer Ortsbesichtigung des Bau- und Umweltausschusses am 16. Juli wurde sogar einstimmig beschlossen, dass Landschaftsarchitekt Albrecht Strohn aus Krummennaab den Brunnen begutachten soll.

Zur Nutzung des Dachgeschosses im Radlertreff gab es innerhalb des Gemeinderates unterschiedliche Ansichten, so dass es zu keiner endgültigen Lösung kam. Zweite Bürgermeisterin Gabi Hawranek schlug eine Besichtigung zusammen mit Theresia Pirner vor, um eventuell einer Lösung näher zu kommen. Dem Vorschlag stimmte das Gremium zu, der Punkt wurde bis auf weiteres vertagt.

Zu befassen hatte sich der Gemeinderat auch mit der Neuvertragsregelung hinsichtlich der Quellnutzung mit den Bayerischen Staatsforsten. Die Wasserversorgungsanlagen der Gemeinde Pullenreuth befinden sich alle auf Grundstücken der Staatsforsten. Die bisherigen Verträge stammen aus den Jahren 1980/1981 beziehungsweise aus dem Jahr 2004/2005. Eine Neuvertragsregelung wurde für die Nasslohquelle, Fuchslohquelle und Schindelschlagquelle nötig, da die alten Verträge am 31. Dezember auslaufen. In den Neuverträgen ist auch ein Wegebenutzungsrecht für Staatsforstwege enthalten.

Für die Kapitalisierung der Holzfreistellung muss die Gemeinde einen einmaligen Betrag in Höhe von 9703 Euro aufbringen. Jährlich betragen die neuen Kosten 1605,40 Euro. Wie Bürgermeister Hubert Kraus dazu sagte, sei die Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten, insbesondere die mit dem örtlichen Revierleiter, bisher sehr kooperativ. Bei der Sanierung der Schwarzlohquelle wurden seitens der Bayerischen Staatsforsten alle Wünsche und Anträge anstandslos erfüllt. Kraus riet den Gemeinderäten, den neuen Verträgen zuzustimmen. Dies taten sie auch einhellig. Der Bürgermeister wurde ermächtigt, mit den Staatsforsten die Verträge abzuschließen.

Ja zu neuer Satzung

Zustimmung fand außerdem der Neuerlass der Satzung für die öffentliche Entwässerungsanlage der Gemeinde Pullenreuth, nachdem diese vom Gemeindetag überarbeitet und als Mustersatzung zur Verfügung gestellt wurde. Die Verwaltung hat die Entwässerungssatzung der Gemeinde mit der Mustersatzung verglichen und an verschiedenen Passagen überarbeitet. Die Zustimmung erfolgte einhellig.

Bürgermeister Kraus informierte über ein Schreiben der bayerischen Staatskanzlei, die der Gemeinde mitteilte, dass die Resolution der Gemeinde Pullenreuth gegen Fracking an das Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie weitergeleitet wurde.

Die Bauarbeiten der Maßnahme Pullenreuth - Arnoldsreuth (Bauabschnitt eins - Zur Hammerleite) sind für dieses Jahr eingestellt. Leider konnte die Brücke nicht fertiggestellt werden, so dass sie im Winter umfahren werden muss. Die Fortsetzung der Arbeiten erfolge im Frühjahr, sobald es die Witterungsverhältnisse zulassen.

Hans Wopperer (UWG) wollte vom Bürgermeister wissen, wie es in Sachen gemeindliches Mitteilungsblatt weitergeht. Der Bürgermeister betonte, dass dies künftig in den einzelnen Gemeindeteilen aufgelegt wird.

Abschließend bedankte sich der Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr. "Wir haben gute Ergebnisse erzielt und dies über Parteigrenzen hinweg." Er wünschte ein frohes Weihnachtsfest. Zweite Bürgermeisterin Gabi Hawranek dankte dem Bürgermeister für seine Offenheit gegenüber den Gemeinderäten und überreichte ihm einen Kalender.
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