Die Opfer nie vergessen

Am Ehrenmal gedachten die Pullenreuther der Kriegsopfer. Mit auf dem Bild Pfarrer Josef Waleszczuk, Bürgermeister Hubert Kraus sowie die KRSK-Vorsitzenden Egid Nickl und Johann Kellner. Bild: gma
Lokales
Pullenreuth
19.11.2014
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Die beiden Weltkriege rücken in immer weitere Ferne. Doch das Gedenken an die schrecklichen Opfer darf nicht aufhören. Dies forderten bei der Feierstunde zum Volkstrauertag die Sprecher von Gemeinde und Soldatenkameradschaft.

Mit dem Zug vom Dorfplatz Mengersreuth zur Martinskirche, angeführt von den Steinwaldmusikanten und Vertretern der Gemeinde mit den Vereinen, begann die Feierstunde zum Volkstrauertag. Nach dem Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Dr. Dr. Josef Waleszczuk, versammelten sich die Teilnehmer und Vereinsabordnungen mit Fahnen- und Fackelträgern am Ehrenmal.

Nach einem Choral der Steinwaldmusikanten, Gebeten und dem Lied der Gesangvereine Pullenreuth/Lochau "Es liegt in fremder Erde, so fern vom Heimatland", ging Bürgermeister Hubert Kraus auf den Volkstrauertag ein.

Keine friedliche Welt

Dieses gemeinsame Gedenken lenke heute unseren Blick nicht nur auf die Gefallenen und Verwundeten der beiden großen Kriege. Diese Ereignisse seien zeitlich zwar weiter weggerückt, aber die Welt sei nicht friedlicher geworden. Schwer falle uns heute das Gedenken an die Millionen gefallener Soldaten der beiden Weltkriege.

"Warum also noch immer dieses Gedenken, diese gemeinsame Stunde der Besinnung?", fragte Kraus. Was für die Soldaten des Zweiten Weltkrieges gilt, das gelte auch für die Opfer des Ersten Weltkrieges.

"Und so gedenken wir heute auch dieser toten Soldaten in Ehren und mit Dankbarkeit für ihre tapfere Opferbereitschaft und beten, dass kein neuer Krieg, keine neue Katastrophe unser Land in Zukunft verheeren möge." Im Anschluss verlas Johann Kellner, der stellvertretende Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft, die Namen der Pullenreuther Toten und Vermissten des Ersten Weltkriegs.

Hoffnung auf Versöhnung

KSRK-Vorsitzender Egid Nickl gedachte der Opfer von Krieg, Terror und Gewalt. "Wir trauern mit den Angehörigen und allen, die Leid tragen, um die Toten. Doch unser Leben gilt der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der Welt."

Nach der Kranzniederlegung durch die Gemeinde und die KSRK mit dem VdK-Ortsverband erklang das Lied vom guten Kameraden, während sich die Fahnen zu den Salutschüssen senkten. Mit dem Deutschlandlied der Steinwaldmusikanten ging die Feier zu Ende. Auch in den Ortsteilen Lochau und Trevesen gab es Feiern mit Ansprachen der Vertreter der Gemeinde zum Volkstrauertag.
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