Eingeschworene Truppe

Sie halten zusammen: BKV-Kreisvorsitzender Anton Hauptmann, Ferdinand Lienert (BSB-Kreisverband), Bürgermeister Hubert Kraus, VDK-Vorsitzender Gerd Müller, stellvertretender Landrat Günter Kopp und BKV-Bezirksvorsitzender Josef Hartinger, Bezirksvorsitzender des BKV. Bild: kkl
Lokales
Pullenreuth
19.03.2015
14
0

Pullenreuth war unter der Regie von Egid Nickl ein guter Gastgeber für die Jahreshauptversammlung im Kreisverband der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV). Die Bilanzen der einzelnen Ortsverbände fielen durchwachsen aus.

. (kkl) Kreisvorsitzender Anton Hauptmann begrüßte im "Grünen Baum" als Ehrengäste Bürgermeister Hubert Kraus, den Bezirksvorsitzenden für den Bereich Oberpfalz, Josef Hartinger aus Wackersdorf, den stellvertretenden Landrat und Kulmainer Bürgermeister Günter Kopp, den Vorsitzenden des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) - Kreisverband Tirschenreuth - Ferdinand Lienert und den Kreisvorsitzenden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) in Weiden, Gerd Müller, sowie Abordnungen aller Kameradschaften aus dem Landkreis.

Dem Gedenken an alle Vermissten und Gefallenen der Weltkriege folgten kurze Tätigkeitsberichte. Für die KSK Wildenau berichtete Anton Walter über eine Mitgliederstärke von 50. Er blickte auf ein "gutes und vergnügliches Jahr" zurück, nannte als Höhepunkte ein Gartenfest sowie eine Spreewaldfahrt. Bei der Haussammlung für die Kriegsgräberfürsorge seien über 500 Euro gespendet worden. Etliche Pokale zeugen von der Treffsicherheit.

Die SRK Trevesen kümmerte sich nach den Worten von Hans Müller hauptsächlich um den Erhalt des Vereinsheims. Der Verein 42 Mitglieder, aber keinen eigenen Schießwart. Die KSK Schindellohe besteht aus 40 Kameraden, skizzierte Joseph Übelmesser. Altersbedingt werde es langsam schwierig. "Für mich ein sterbendes Unternehmen", sagte Übelmesser.

Die SRK Riglasreuth hat kürzlich Herbert Koller zum neuen Vorsitzenden von 74 Mitgliedern gewählt, teilte Hubert Stock mit. Eine Schlauchbootfahrt und eine Wanderung in die Berge gehörten zum Programm. Bei der Haussammlung kamen 530 Euro für die Kriegsgräberfürsorge zusammen.

Die KSRK Pullenreuthhalte mit 54 Mitgliedern die soldatische Tugend aufrecht und sei häufig bei Schießveranstaltungen vertreten, berichtete Egid Nickl. Sieben Neuaufnahmen stehen zwei Austritte und zwei Sterbefälle gegenüber. Rudolf Strenger berichtete, dass die SK Poppenreuth an Kreis-, Bezirks- und Landesschießen teilgenommen habe. Die Schrift des Kriegerdenkmals wurde aufgefrischt. Die KRK Plößbergwartete mit Vatertags- und Weinfest ebenso auf wie mit Biwak und Zwei-Tages-Wanderung, bilanzierte Alois Freundl.

DieKSRK Mitterteich habe 60 Mitglieder im Altersdurchschnitt von 66 Jahren und eine sehr aktive Schießsportgruppe, so Erich Fischer. Die SRK Hohenhard bestehe aus 72 Mitgliedern, davon seien 27 unter 30 Jahren, informierte Anton Hauptmann. Einmal im Jahr werde eine militärhistorische Stätte besucht. Die KRK Wiesau und die KSRK Hohenthannwaren nicht vertreten. Anton Hauptmann berichtete informativ und ausführlich aus dem vergangen Geschäftsjahr des BKV. Die Arbeit im Kreisverband habe wieder ausgereicht, seinen Terminkalender zu füllen. Das Kreisschießen 2014 ging in Thumsenreuth über die Bühne. Es waren alle Waffengattungen (Luftgewehr, Kleinkaliberpistole, Kleinkalibergewehr, Großkaliberpistole, Großkaliber-Repetiergewehr und Großkaliber-Selbstladegewehr) im Einsatz.

Sichern und unterstützen

Am Informationsgespräch für Reservistenorganisationen in der Graf-Aswin-Kaserne in Bogen habe er teilgenommen, dabei habe es auch Informationen über die regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSU) erhalten. Auch der Einladung zu einer sicherheitspolitischen Informationsveranstaltung der Panzerbrigade 12 in der Leopoldkaserne in Amberg sei er gefolgt. Der Kreisvorsitzende dankte allen Vorständen der einzelnen Kameradschaften und allen Mitgliedern, die sich für ihre Vereine engagieren.

Bürgermeister Hubert Kraus dankte den Mitgliedern des BKV für ihre Arbeit, der Ortsgruppe für ihren Gemeinschaftssinn und dem Volksbund für die Unterstützung bei der Grabsuche. Der Kreisvorsitzende des BSB, Ferdinand Lienert, lobte die seit Jahrzehnten gute Zusammenarbeit. Der Verband habe mit Richard Drexl einen neuen Präsidenten.

VDK-Kreisvorsitzender Gerd Müller rief dazu auf, sich ein differenziertes Bild über den Weltfrieden zu machen. Er bat um Sammlungen in allen Orten, da im Osten Europas noch eine Million Soldaten verschüttet lägen, die geborgen werden sollen. Der Volksbund habe Anfragen für 40 000 Personen. Es seien noch Plätze für Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahre für das europäische Jugendwerk frei. Mit dem Absingen der Bayernhymne und der Nationalhymne endete die Jahreshauptversammlung.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.