Erdfarben und Geisterwald

Eine unterhaltsame und abenteuerreiche inklusive Ferienwoche verbrachten die Kinder mit ihren Betreuern auf der Glasschleif. Bild: lpp
Lokales
Pullenreuth
21.08.2015
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"Abenteuer erleben - Freunde finden" - unter diesem Motto stand eine inklusive Ferienwoche auf der Glasschleif im Steinwald. Dabei warteten spannende Aktionen auf zehn Kinder mit und ohne Handicap.

Ziel der inklusiven Ferienwoche der Umweltstation ÖBI (ökologische Bildungsstätte Burg Hohenberg) und der OBA (offene Behindertenarbeit) Marktredwitz war die Glasschleif. Die Gesellschaft Steinwaldia hatte dies ermöglicht. Nach dem ersten Beschnuppern und Kennenlernen bei verschiedenen Spielen ging es mit der Steinwald-Claudia auf Erkundungstour um die Glasschleif.

Mit Naturpädagogin Susanne Bosch und Kräuterführerin Bärbel Ludwig erlebten die Kinder Abenteuer im Wald, unter anderem beim Waldspaziergang mit verbundenen Augen, bei dem die Kinder an einem Seil entlang durch den Wald laufen mussten. Beim Eichhörnchenspiel und der Gestaltung von Baumgesichtern hatten die Kinder viel Spaß.

Abkühlung bei den Sommertemperaturen gab es im Bach, wo sich die kleinen Wasserforscher auf die Suche nach Tierchen machten. Außerdem standen Wasserexperimente auf dem Programm. Am Kräutertag ging es um Heilkräuter und Wildgemüse. Welche Pflanze hilft bei welchem Wehwehchen? Die Kinder schlüpften in die Rolle von Arzt, Apotheker und Patient und kurierten Halsweh mit Salbei und Husten mit Spitzwegerich.

Für das Mittagessen schnippelten sie fleißig Kräuter für den Quark und zupften Blüten für die Butter. Anschließend bastelten sie ein Kräutermenschlein, damit auch die Mamas zu Hause wissen, welcher Tee bei Bauchweh, Halsweh und Husten hilft. Am Kreativtag gestalteten die Kleinen Erdfarbenbilder und Tattoos. Für den nahe der Glasschleif gelegenen Geisterwald filzten die Kinder unheimliche Bilder und hängten diese dort auf. Abgerundet wurde das Programm durch Spiele, Geschichten und dem leckeren Essen, das Monika Pöhlmann von der Gesellschaft Steinwaldia kochte.

Trotz heißer Temperaturen war es eine gelungene Ferienwoche, bei der die Kinder Spaß hatten. Naturpädagogik sei ein Medium, um Kinder mit und ohne Handicap zusammenzubringen. So leiste Umweltbildung einen Beitrag zur Inklusion. Das Programm wurde vom Bayerischen Lebensministerium gefördert. Die Umweltstation "ÖBI" ist Trägerin des Qualitätssiegels "umweltbildung.bayern". Sie ist seit über zehn Jahren auf Veranstaltungen mit gehandicapten Menschen spezialisiert.
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