Gesellschaft Steinwaldia legt sich für die regionale Kultur mächtig ins Zeug
Glasschleif macht viel Arbeit

Sie halten zur Steinwaldia: (von links) Irmgard und Joachim Weiß, Walburga Kastner, zweiter Vorsitzender Thomas Lippert, Karl Kastner, Harald Primitz, Lothar Greger und Vorsitzender Norbert Reger. Bild: lpp
Lokales
Pullenreuth
26.02.2015
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Der Bau der "erlebbaren Glasschleif" stand im Mitttelpunkt des Vereinsjahres der Gesellschaft Steinwaldia. Über 1400 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden haben die Mitglieder seit dem Baubeginn im April 2014 investiert, um das Gebäude nach den Fundamentarbeiten mit einer aufwendig gestalteten Natursteinmauer mit Steinen vom Weißenstein und aus Holz zu errichten. Der Fußboden des künftigen Ausstellungs- und Informationsgebäudes wurde mit handgearbeiteten Wetzsteinplatten aus dem nahegelegenen Steinbruch ausgelegt, mundgeblasenes Glas wird die Fenster und Schautafeln zieren.

Mit eigenen Mitteln

Bei der Jahreshauptversammlung der Gesellschaft Steinwaldia gab Vorsitzender Norbert Reger auch einen Überblick über die finanziellen Aspekte des Neubaues. Dabei wird ein Großteil der Kosten durch Eigenmittel des Vereins und ehrenamtliche Arbeit gestemmt, einen Zuschuss gibt es vom Amt für ländliche Entwicklung.

Rund um die Glasschleif wurde der Schleifererweg beschildert, an der Grotte eine Maiandacht abgehalten, die musikalisch von Irmi und Lisa Weiß gestaltet wurde. Auch ein Insektenhotel ist entstanden. Außerdem nahm die Gesellschaft mit der Naturwiese erfolgreich an der Wiesenmeisterschaft teil. Auf dem "Kulturbuan" erlebten viele Gäste vielfältige Veranstaltungen. Claudia Schneider organisierte Führungen und Wanderungen rund um die Glasschleif. Dank des ehrenamtlichen Engagements der "Laienwirtsleute" laufe der Betrieb auf der Glasschleif hervorragend. Durch Mundpropaganda könne man viele Gäste erreichen. Dafür galt allen Aktiven ein großes Dankeschön des Vorsitzenden. Zu den gut angenommenen Angeboten der Steinwaldia zählte erneut die Raunacht.

Die Gesellschaft beteiligte sich am Bürgerschießen, besuchte zahlreiche Feste, Tagungen und Sitzungen befreundeter Vereine und Gesellschaften und engagierte sich massiv in der Bürgerinitiative "Steinwald sagt NEIN" gegen die geplante "Monstertrasse". Norbert Reger gab bekannt, dass die frühere Besitzerin der Glasschleif, Doris Hönick-Karmann aus Bamberg leider im Alter von nur 55 Jahren verstorben ist.

Mit über 80 Teilnehmer brach die Gesellschaft Steinwaldia im Mai zur heimatkundlichen Familienwanderung auf, die vom Armesberg nach Waldeck führte. Viele Infos zu Heimatgeschichte, Geologie und Interessantes zur Burg Waldeck gab es dabei. Schon fest zum Jahresablauf gehört die Herausgabe der Schriftenreihe "Wir am Steinwald". Band 22 konnte kurz vor Weihnachten im "Marktredwitzer Haus" der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Für den neuen Band wird es im April das übliche Autorentreffen geben, um Themen und Beiträge zu sammeln. Autoren, Dichter, Fotografen und Ideengeber sind willkommen.

Dank an "Hausmeister"

Herzlich dankte Vorsitzender Reger den beiden "Weißenstein-Hausmeistern" Erich Haider und Erwin Philipp, die das Umfeld der Burgruine sauber halten, Wege mähen und reparieren, was während des Jahres kaputt geht. Beliebt sind die Open-Air-Konzerte. "Da Huawa, da Meier und I" gastierten im Juli zusammen mit dem Schlag-Ensemble der Sing- und Musikschule Marktredwitz. Die Veranstaltungen sind mit einem hohen Kostenaufwand verbunden, betonte der Vorsitzende. Zu einem Magneten haben sich die Berggottesdienste der evangelischen Kirchengemeinden rund um den Steinwald auf der Burgruine entwickelt. Beim Sommer-Open-Air am 4. Juli treten die Raith-Schwestern und der Blaimer" auf.

Auf großes Interesse stieß das Ferienprogramm. Unter fachkundiger Anleitung konnte man sich vom Oberpfalzturm abseilen. Reger dankte den Jugendbeauftragten Georg Rickauer und Benedikt Lippert.
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