Männer und Frauen lernen von Markus Bächer richtiges Mähen mit der Sense
Auf den Griff kommt es an

Markus Bächer (sitzend) erklärte den Teilnehmern, wie eine Sense gedengelt wird. Bild: lpp
Lokales
Pullenreuth
01.07.2015
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In aller Frühe, solange das Gras noch nass ist vom Tau - woduch das Mähen leichter von der Hand geht - trafen sich interessierte Männer und Frauen auf der Glasschleif, um von Markus Bächer aus Irchenrieth zu erfahren, wie man richtig mit einer Sense mäht. Der Forstwirtschaftsmeister erklärte den Teilnehmern einführend, aus welchen Teilen eine Sense zusammengesetzt ist.

Es gibt verschiedene Größen von Sensenblättern, die aus unterschiedlich starkem Material, unterschiedlicher Krümmung und Stärke bestehen können, erklärte Bächer. Die Griffe der Sense werden "Woarb" oder auch "Woarf" - von Region zu Region unterschiedlich - genannt. Mit oder ohne Krücke ermöglichen sie ein unterschiedliches Mähverhalten.

Markus Bächer, der die Fertigkeit des Mähens mit der Sense im Familienkreis von Uropa und Opa erlernt hat, liegt viel daran, diese traditionelle Mähweise weiterzugeben. Der Forstwirtschaftsmeister ist aber auch "Modernerem" gegenüber aufgeschlossen. Er bietet unter anderem auch Motorsägekurse an.

Danach ging es für die Kursteilnehmer ans Dengeln. Bächer zeigte, wie auf dem Dengelstock das Metall der Sense wieder glatt und eben gemacht wird. Ein guter Hammer, ein Dengelstock und viel Gefühl, mehr sei nicht nötig. Dabei legte er das Sensenblatt auf seinen Knie auf, um eine gute Führung zu haben.

Je nach Dengelstock klopft man mit dem Hammer entweder mit der Platte oder der Finne und treibt und verfestigt das Metall. Geschärft wird die Sense mit dem Wetzstein. Norbert Reger, der Vorsitzende der Gesellschaft, zeigte Wetzsteine aus dem nahe liegenden Wetzsteinbruch.

Obwohl es inzwischen zu regnen begonnen hatte, ging es auf die Wiese zu eigenen Mähversuchen. Auch hier komme es darauf an, so der Referent, welche Arbeiten man verrichten möchte. Danach solle man sich beim Kauf einer Sense richten.
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