Pflege ganz oben

Hermann Prölß und Manfred Härtl sind schwindelfrei und hart im Nehmen. Für schwierige Baumpflegemaßnahme sind sie die Richtigen. Bild: lpp
Lokales
Pullenreuth
22.06.2015
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Da könnte einem vom Zuschauen schwindelig werden. "Baumpflege" hört sich eigentlich unspektakulär an - aber ab einer gewissen Höhe gehört eine Portion Mut dazu.

Größere Baumpflege-Maßnahmen leitete die Gesellschaft Steinwaldia an der Klausen-Linde bei der Heilig-Kreuz Kirche, auch Klausenkirche genannt, in Dechantsees und an der Linde und einem Ahornbaum bei der wiedererrichteten Marienkapelle in Trevesenhammer ein. Fach-Agrar-Wirt für Baumpflege und Baumsanierung, Hermann Prölß aus Krummennaab, und Manfred Härtl bestiegen mit geeigneter Ausrüstung die bis zu dreißig Meter hohen Bäume.

Sie entfernten in Dechantsees etwa 20 Prozent des Geästes und Laub, vor allem im Kronenbereich des Naturdenkmals Klausen-Linde. Die Äste im oberen Bereich wurden eingekürzt, sogenannte Ständer-Äste vereinzelt entfernt. Damit soll Sturmschäden an den Bäumen vorgebeugt werden.

Das in der Krone vorhandene Totholz wurde entfernt. Nach gründlicher Begutachtung konnte der Fachmann der Klausen-Linde ein insgesamt gutes Zeugnis ausstellen. Vor mehreren Jahrzehnten war die Linde baumchirurgisch behandelt worden, die Vorgehensweise entsprach dem damaligen Stand der Technik.

Der innen "hohle" Baum, die Öffnungen sind mit Gittern verschlossen, wird durch einen sogenannten Kamineffekt relativ trocken gehalten. An der Marienkapelle in Trevesenhammer stehen eine Linde und ein Ahorn. Der Ahorn wird durch den Wuchs der Linde abgedrängt, so dass die Fachleute dem Ahorn wieder mehr Lebensraum einräumten.
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