Pullenreuther Gemeindeoberhaupt gibt seinen ersten Rechenschaftsbericht bei Bürgerversammlung
Für Hubert Kraus eine Premiere

Hubert Kraus gab seinen ersten Rechenschaftsbericht als Gemeindeoberhaupt in der Bürgerversammlung im Haus der Vereine in Trevesen. Bild: iv
Lokales
Pullenreuth
13.11.2014
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Erstmals als Bürgermeister gab Hubert Kraus einen Rechenschaftsbericht bei einer Bürgerversammlung im "Haus der Vereine" in Trevesen. Er sei zwar "etwas nervös", sagte er eingangs, aber souverän gab er dann den zahlreich erschienen Bürgern Rede und Antwort zum Gemeindegeschehen über seine noch relativ kurze Amtszeit.

Zunächst befasste er sich mit dem Haushalt 2014, der im Verwaltungshaushalt mit 2 410 253 Euro und im Vermögenshaushalt mit 1 168 504 Euro schließt.

Als wichtigste Einnahmen nannte er die Schlüsselzuweisung in Höhe von 586 000 Euro, die Einkommensteuerbeteiligung mit 568 000, Gebühren und Entgelte 333 000, die Gewerbesteuer mit 250 000, die Grundsteuern A und B mit 162 000, den Zuschuss für die Straßenunterhaltung 103 000, den Einkommensteuerersatz mit 48 000, die Konzessionsabgabe mit 47 000, die Winterdienstpauschale mit 14 000 und die Mieten, Pachten und Ersätze mit 17 000 Euro.

Dem stehen an Ausgaben gegenüber: Kreisumlage 609 000 Euro, Personalausgaben 522 000, Unterhalt, Bewirtschaftung 431 000, VG-Umlage 206 000, Schulverbandsumlage 165 000, Defizit im Kinderhaus 180 000, Tilgung für Kredite 78 000 und Zinsen für Kredite 45 000 Euro.

Zu den Defiziten im Kinderhaus "Steinwaldzwerge" sagte der Bürgermeister, dass diese durch zusätzliches Personal wegen der Eröffnung der Krippe weiter gestiegen seien.

Rücklagen hatte die Gemeinde zum 31. Dezember 2013 393 702,62 Euro. Davon wurden für den Haushalt 2014 164 217 Euro entnommen, so dass ein Sollstand in Höhe von 229 485,62 Euro zum 31. Dezember 2014 erwartet wird. Eingeschlossen ist hier die gesetzliche Mindestrücklage in Höhe von 22 716,07 Euro. Allerdings machte der Bürgermeister hier eine Einschränkung, denn durch einen Nachtragshaushalt werde die Endsumme aller Wahrscheinlichkeit nach geringer ausfallen.

Höhere Verschuldung

Der voraussichtliche Schuldenstand der Gemeinde beträgt zum 31. Dezember 2014 1 215 906,08 Euro und liegt um rund 110 000 Euro über dem zum 1. Januar 2014, hervorgerufen durch ein Darlehen für eine Photovoltaikanlage, ein Darlehen für die Erneuerung der Kanal- und Wasserleitung im Zuge des Straßenausbaus "Zur Hammerleite" und die ordentliche Tilgung 2014 mit voraussichtlich 77 732 Euro.

Lege man 1774 Einwohner zugrunde, betrage die Pro-Kopf-Verschuldung 685,40 Euro zum 31. Dezember 2012. Der Landesdurchschnitt liegt bei 711 Euro.
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