Pullenreuther Gemeinderäte erhöhen Grabgebühren zum 1. Januar - Nachtragshaushalt genehmigt
Das Sterben kostet künftig mehr

Lokales
Pullenreuth
03.12.2014
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Mit der Anhebung der Friedhofsgebühren reagierten die Gemeinderäte auf eine Kostenunterdeckung. Einstimmige Anerkennung fand die Bedarfsberechnung für den Friedhof mit Leichenhaus für die Jahre von 2015 bis 2018. Für den Kalkulationszeitraum 2011 bis 2014 hatte sich eine Unterdeckung in Höhe von 10 786 Euro ergeben.

Laufzeit bis 2018

Die neuen Kosten sind (in Klammer die bisherigen): Leichenhausgebühr unverändert 50 Euro, Kindergrab 5,93 Euro (4,37), Urnengrab 5,93 Euro (4,37), Reihengrab doppelte Tiefe 20,16 Euro (14,86), Familiengrab mit Tieferlegung 40,32 Euro (29,72), dreistelliges Grab mit Tieferlegung 60,49 Euro (44,57), vierstelliges Grab mit Tieferlegung 80,65 Euro (59,43). Die neuen Gebühren gelten ab 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2018.

Auch mit einem Nachtragshaushalt für das Haushaltsjahr 2014 hatte sich der Gemeinderat zu beschäftigen. Nötig war dies, weil sich im Laufe des Jahres Änderungen gegenüber den bisherigen Veranschlagungen ergeben haben. So unter anderem eine Ansatzanpassung für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße (GVS) Pullenreuth-Arnoldsreuth, für den Ausbau und die Planungskosten der GVS Neusorg-Höll-Staatsstraße sowie für den Ausbau und die Planungskosten der GVS Lochau-Neuhof. Außerdem müssen Mittel für die Errichtung eines Druckunterbrecherschachtes in Neuhof bereitgestellt werden.

Zum Ausgleich des Vermögenshaushaltes erhöht sich die Entnahme aus den Rücklagen um 77 790 auf 242 207 Euro. Damit wird zum 31. Dezember 2014 ein Rücklagenstand von rund 151 000 Euro erwartet. Weitere Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen, so dass sich ein Schuldenstand zum Ende des Jahres 2014 in Höhe von 1 215 906 Euro errechnet.

Der Gemeinderat genehmigte den Nachtragshaushalt einstimmig. Dadurch erhöht sich die Summe der Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt von 2 410 253 auf nun 2 512 943 Euro. Die Summe der Einnahmen und Ausgaben im Vermögenshaushalt wird von bisher 1 168 504 Euro auf 1 528 664 Euro erhöht. Der Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen wird unverändert auf 100 000 Euro festgesetzt. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt liegt unverändert bei 384 000 Euro.

Pullenreuth bleibt Mitglied

Die Gemeinde Pullenreuth bleibt unter der Voraussetzung eines Mitgliedsbeitrages von 0,50 Euro pro Einwohner und Jahr zunächst 2015 weiterhin Mitglied im Verein "Kommunen gegen die Gleichstrompassage Süd-Ost" mit dem Sitz in Pegnitz.

Dies wird damit begründet, dass die Gemeinde Pullenreuth von der Vorzugstrasse direkt betroffen ist und durch diese neue Leitung alle Bemühungen der vergangenen Jahre zur Steigerung der Attraktivität der Gemeinde konterkariert würden. Die gemeindliche Planungshoheit sei massiv betroffen.

Bürgermeister Hubert Kraus wies auf die wilden Müllablagerungen im Bereich Kronau hin und verurteilte dieses Verhalten. Außerdem informierte er das Gremium darüber, dass die Gemeinde 100 000 Euro Stabilisierungshilfe erhalten habe.

Der Maschinenring wird die Bäume am Friedhof ausschneiden, sagte er weiter. Die Straße zur Hammerleite wird bis zur zweiten Dezemberwoche mit einer Tragschicht überzogen. Christa Bayer (CSU) regte an, die Internetseite wieder einmal auf den neuesten Stand zu bringen, was der Bürgermeister zusicherte.

Wie geht es weiter mit der Gleichstromtrasse? Darüber sollte Gemeinderat Norbert Reger (FW) kurz berichten, da er die Veranstaltungen dazu besucht hatte. Es gebe nicht viel zu sagen, erwähnte er. Es sei aber erkennbar, dass es sich in den Stellungnahmen dazu größtenteils um Lobbyisten handelt, von denen nicht viel zu erwarten sei. Momentan sei alles möglich, denn schlüssige Konzepte konnte er nicht erkennen.
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