Pullenreuther Gemeinderat bringt Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße für 2016 auf den Weg
Sanfter von Höll nach Leimgruben

Lokales
Pullenreuth
18.08.2015
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Der Plan für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße (GV) Höll - Leimgruben stand im Mittelpunkt der Gemeinderatsitzung. Bürgermeister Hubert Kraus begrüßte den Vertreter der Ingenieurbüros für Tiefbautechnik Wolf & Zwick, Marktredwitz, Christof Reger, der das Projekt erläuterte.

Mindestens 80 Prozent

Wie der Bürgermeister ausführte, wurde der Gemeinde bei einem Gespräch mit der Regierung der Oberpfalz mitgeteilt, dass der Fördertopf für den Ausbau von Gemeindeverbindungsstraßen für Kommunen mit Stabilisierungshilfen derzeit 80 Prozent beträgt, weitere 10 Prozent über die FAG-Härtefondmittel können in Aussicht gestellt werden (Fördersatz auf zuwendungsfähige Kosten).

Seit Jahren befindet sich diese Straße in einem baulich sehr schlechten sowie verkehrs- und sicherheitstechnisch nicht funktionsgerechten Zustand. Die Fahrbahnoberfläche ist gekennzeichnet durch zum Teil massive, den öffentlichen Verkehr behindernde irreparable Schäden, die im Weiteren eine uneingeschränkte Nutzung als Gemeindeverbindungsstraße nicht mehr zulassen und mit laufend wiederkehrenden Unterhaltungskosten verbunden sind. Außerdem beträgt die Fahrbahnbreite durchgehend lediglich 4,50 Meter.

Ein fach- und funktionsgerechter Ausbau, sagte Reger, sei daher aufgrund der geschilderten Gegebenheiten dringend geboten und führe zu einer erheblichen Verbesserung der gesamten Verkehrssituation. Die Gesamtlänge der vorgesehenen Ausbaustrecke bezifferte Reger auf 3685 Meter zwischen dem Baubeginn an der Gemeindegrenze Neusorg im Westen und der Anbindung an die Staatsstraße 2177 im Osten.

Die Fahrbahnbreite ist mit 5.50 Meter vorgesehen. Hinzu kommen beidseitige Bankette mit einer Breite von einem Meter. Die Gemeindeverbindungsstraße Höll - Leimgruben hat im Westen innerhalb von Neusorg direkte Anbindung an die Kreisstraße TIR 9 (Pullenreuth - Ebnath) sowie indirekte Anbindung an die Kreisstraße TIR 16 (Neusorg - Schwarzenreuth und verbindet in ihrem Verlauf die Ortschaften, Weiler und Einzelgehöfte Pullenreuth, Heidelfurth, Stockau, Höll, Haid, Stehermühle, Langentheilen und Leimgrube und ist im Osten an die überregional Staatsstraße St 2177 Kulmain - Marktredwitz angebunden.

Insgesamt erfüllt die auszubauende Trasse damit im Wesentlichen eine Erschließungsfunktion, dient aber auch sehr stark der Anbindung an das überregionale Straßennetz. Außerdem ist sie einziger Zubringer für die Gaststätte "Dragoner" und einen Wanderparkplatz.

2,9 Millionen Euro?

Die Gesamtausbaukosten bezifferte Reger mit knapp 2,9 Millionen Euro. Die Baumaßnahme soll 2016 ausgeführt werden. Eine Einteilung in mehrere Bauabschnitte zog Reger in Betracht. Es gelte jetzt schnell zu handeln, denn bis zum 1. September muss die Vorplanung bei der Regierung der Oberpfalz eingereicht werden. In der Diskussion ging es vor allem um den Zuschuss in Höhe von 80 Prozent, der die Grundlage für den Ausbau dieser GV-Straße bildet. Schließlich fasste der Gemeinderat folgenden einstimmigen Beschluss: Das Gremium erkennt die Vorplanung an. Aufgrund der schlechten Verkehrsverhältnisse und dem damit verbundenen wiederkehrenden Straßenunterhalt soll eine Umsetzung der Maßnahme im Jahr 2016 angestrebt werden.

Bürgermeister Hubert Kraus und die Bauverwaltung werden daher gebeten, zeitnah die erforderlichen Schritte für eine fristgerechte Einreichung der Förderunterlagen einzuleiten. Das Ingenieurbüro wird beauftragt, einen Vertrag vorzulegen.

Keine Einwände erhoben wurden gegen die Änderung des Bebauungsplanes Gewerbegebiet "Am Sportplatz" mit Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde im Zuge der Unterrichtung der Träger öffentlicher Belange. Das Gewerbegebiet "Am Sportplatz Riglasreuth" soll im östlichen Bereich einem Netto-Markt weichen.
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