Schreinergeselle Stefan Maschauer startet zur Walz
Ritt auf Ortsschild

Geleitet von erfahrenen Wandergesellen machte sich Stefan Maschauer aus Pullenreuth auf die Walz. Dazu gehörte der Abschied am Ortsschild. Auch Bürgermeister Hubert Kraus sagte Lebwohl. Bild: lpp
Lokales
Pullenreuth
01.10.2014
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Der 20-jährige Schreinergeselle Stefan Maschauer aus Pullenreuth machte sich am Sonntag auf die Walz. Drei Jahre und einen Tag ist es ihm nun nicht gestattet, sich seiner Heimat zu nähern.

Den Beruf des Schreiners erlernte Stefan Maschauer bei der Firma Greger in Walbenreuth. Sein Wanderpate für das erste halbe Jahr der Tour heißt Max, ist ein Zimmerergeselle und kommt aus dem Schwarzwald. Ohne Handy und Kreditkarte heißt es für die Gesellen auf der Walz, mit dem auszukommen, was sie unterwegs verdienen. Unter ihre Fittiche nahmen den jungen Gesellen mehrere Wandergesellen und -gesellinnen, die sich derzeit in der Gegend aufgehalten haben. Dann wurde erst einmal die Alltagskleidung des neuen Wandergesellen unter Freunden und Verwandten versteigert und Stefan in Zunftkleidung gewandet. Wanderer auf der Walz tragen stets einen Zunftohrring. Dieser wurde in klassischer Manier mit Hammer und Nadel "gestochen", das Ohrläppchen also auf der Tischplatte durchstoßen.

Vor dem Abschied am Sonntag verbrachten die Wandergesellen die Nacht in Pullenreuth beim "Neuling". Viele Freunde und Verwandte verabschiedeten Stefan dann am Ortsschild von Pullenreuth. Sein Wandergepäck warf er erst einmal über die Tafel, stieg dann selbst drüber und wanderte, ohne sich noch einmal umzudrehen, für drei Jahre und einen Tag davon.
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