Sie zieht es magisch in die "Höll"

Die Höllgemeinde, die einst Dr. Günther Engel in der "Höll" gründete (vorne, von links): Dr. Fritz Reuther, Brigitte Engel, Lore Rudolph, Gisela Oxenfart, (zweite Reihe, von links) Gastwirt Josef Keck, Karin Pfenningstorff, Gastwirtin Heidi Keck, (hintere Reihe, von links) Wirtin Gisela Keck, Bürgermeister Hubert Kraus, Fritz Pfenningstorff und Gastwirt Josef Keck. Bild: lpp
Lokales
Pullenreuth
24.09.2014
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Der Steinwald ist ein herrliches Fleckchen Erde. Das wissen nicht nur die Einheimischen. Auch einer Gruppe aus ganz Deutschland hat es die Gegend angetan: Jährlich kommt die Höllgemeinde hier zum Wohlfühlen zusammen.

Der Steinwald in der Oberpfalz und das Fichtelgebirge sind seit 35 Jahren das Ziel der Höllgemeinde. Deren Mitglieder, befreundete Paare und Alleinstehende aus ganz Deutschland kommen alljährlich im September in das Wirtshaus "Zum Dragoner", um die Gastfreundschaft der Familie Keck zu genießen, sich mit schmackhaften Speisen verwöhnen zu lassen und die Gegend zu erkunden.

Brigitte Engel, die sich seit dem Tod ihres Mannes vor vier Jahren um die Stelldicheins kümmert, stellte beim Jubiläumstreffen die Einträge im detailliert geführten Album der Höllgemeinde vor. Bilder, Briefe, Gedichte und Anekdoten füllen viele Seiten und erzählen von Ausflügen, Wanderungen und schönen Aufenthalten in der "Höll". Aber auch Todesanzeigen einiger Mitglieder wurden mit aufgenommen. Dr. Fritz Reuther aus Prien am Chiemsee, Lore Rudolph aus München, Gisela Oxenfart aus Braunschweig und Fritz Pfenningstorff aus Stuttgart mit Tochter Karin aus München nahmen am Treffen teil. Von den einstmals 21 Mitgliedern der Gruppe sind bereits neun Personen verstorben, anderen ist es nicht mehr möglich zu reisen.

Angefangen hat einmal alles damit, dass der Geologe Dr. Günther Engel mit seinen Studenten im Fichtelgebirge unterwegs war. Der gebürtige Bayreuther, der in Braunschweig dozierte, wollte seiner Frau Brigitte das Fichtelgebirge näher bringen und machte mit ihr hier Urlaub.

Sein Ziel war es, seinen Lebensabend hier zu verbringen. Dann brachte das Paar immer mehr Freunde mit und so gründete sich die Höllgemeinde, die früher stets Wanderungen unternahm, später, auch im letzten Jahr noch, Busfahrten wie etwa zu den Arkantus-Altären im südlichen Steinwald in Thumsenreuth. Bürgermeister Hubert Kraus würdigte die Treue der Höllgemeinde zu Pullenreuth und dem Steinwald mit Dankurkunden. "Es erfüllt mich mit Freude zu sehen, dass sie als Gäste so an der Gemeinde Pullenreuth und an der Gastwirtschaft Zum Dragoner hängen." Bei einer gemütlichen Kaffeerunde erzählten die Mitglieder der Höllgemeinde von ihren gemeinsamen Aktivitäten, dazu gehörte auch oft das Schwammerlsuchen.
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