Über sieben Brücken

Pfarrer Dr. Dr. Josef Waleszczuk segnete die neuen Brücken über den Höll- und Schwurbach, links neben ihm: Bürgermeister Hubert Kraus. Bild: lpp
Lokales
Pullenreuth
25.06.2015
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Brücken haben hauptsächlich eine verbindende Funktion. Manchmal sind sie schlicht, mitunter auch schön. Zwei neue sind in Pullenreuth dazugekommen.

Die neu gebaute Brücke über den Höllbach und eine etwas kleinere, die den Schurbach überspannt, segnete Pfarrer Dr. Dr. Josef Waleszcz in Dechantsees. Den Abschluss der Baumaßnahmen "Zur Hammerleite" fasste Bürgermeister Hubert Kraus in Zahlen zusammen und nannte das Bauwerk "ein Schmuckstück".

Sein Dank ging an die Anwohner für ihre Geduld und Leidensfähigkeit in den Monaten der Bauphase. Für den Vollausbau der Verbindungsstraße vom Ortsdurchgang in Richtung Arnoldsreuth wurden Aufträge in Höhe von etwa 745 000 Euro vergeben. Allein die Ausschilderung für die Umleitung kostete etwa 24 000 Euro.

Die Kanalbauarbeiten schlugen mit rund 43 000 Euro, die Kosten für den Wasserleitungsbau mit 120 000 Euro zu Buche. 61 000 Euro verschlang die kleine Brücke, und für die große wurden 194 000 Euro aufgewendet. Das DSL-Leerrohr kostete 8000 Euro. Als Förderung sind 270 000 Euro zu verbuchen, die Anliegerbeiträge liegen bei rund 175 000 Euro. Die Gemeinde hat den Anteil von etwa 300 000 Euro zu schultern.

Bürgermeister Hubert Kraus dankte dem alten Gemeinderat samt Bürgermeister, welcher die Maßnahme in die Wege geleitet habe. Das neue Gremium habe das Projekt nun vollendet. Pfarrer Waleszczuk bezeichnete die Brücke als Symbol für die Kommunikation, des Zusammenkommens und definierte den Begriff "Pontifex", des Brückenbauers, im übertragenen Sinn für alle Christen.

Freundlichkeit und Sympathie sollen die Menschen einander näher bringen, über alles Trennende hinwegsetzen. In der Gemeinde gebe es sieben Brücken, so der Ortsgeistliche. Die Zahl stehe für Glück und Vollkommenheit. Allein am Standort der neu erbauten Brücke gebe es drei Brücken, in deren Mittelpunkt der heilige Nepomuk seinen Platz gefunden habe. Der Pfarrer erteilte nach Gebeten und Fürbitten dem Straßen- und Brückenausbau den kirchlichen Segen.
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