Wadenwickel und Schüssler Salze

Die Heilpraktikerin Klaudia Kormann informierte über das richtige Verhalten bei fiebernden Kindern. Bild: lpp
Lokales
Pullenreuth
16.11.2015
9
0

"Richtig reagieren bei Fieber & Co. - Hilfe aus der Naturheilkunde" ist der Titel eines Vortrags, den Familienbeauftragte der Gemeinde Johanna Reger mit Koki, dem Netzwerk frühe Kindheit organisiert hatte. Heilpraktikerin Klaudia Kormann informierte im Rathaus über die Thematik.

Die Mutter zweiter Kinder führt seit 2002 eine eigene Praxis und interessierte sich eingangs für die Erfahrungen der Zuhörer mit Naturheilkunde. Sie definierte den Begriff Fieber und ging detailliert auf die Art der Messung und deren Bedeutung ein. Ganz wichtig sei es, bei Verschlimmerung, Apathie, Krämpfen und Bewusstlosigkeit unbedingt einen Arzt zu holen beziehungsweise das fiebernde Kind ins Krankenhaus zu bringen.

Fieber entstehe unter anderem durch Bakterien, Viren oder durch einen Sonnenstich. Sie riet den Zuhörerinnen, Babys bis sechs Monate bei Fieber immer zum Arzt zu bringen, für etwas ältere Babys bis zu einem Jahr sei dies bei 38 Grad ebenfalls unabdingbar. Größere Kinder gelte es, gut zu beobachten und vor Austrockung zu bewahren. Sinkt das Fieber nach drei Tagen nicht, muss ein Arzt verständigt werden.

Dem Fieber entgegentreten könne man mit naturheilkundlichen Möglichkeiten. Dazu zähle, das Kind fiebern zu lassen, Wadenwickel - eventuell mit Retterspitz, anlegen -, mit Schüssler Salzen, Homöopathie oder Phytotherapie zu behandeln. Für die Homöopathie regte sie an, die Fragen nach den Beschwerden, dem Auslöser und der Verbesserung beziehungsweise Verschlechterung der Beschwerden zu erforschen. Dann gebe es drei Hauptmittel, zu denen Aconitum und Belladonna gehören. "Geben Sie immer nur ein Mittel und beobachten Sie, ob es hilft", sagte Klaudia Kormann.

Sie ging auf Komplexmittel ein und nannte für die Phytotherapie beispielsweise Lindenblüten und Ingwerwasser. Auch die "gute, alte selbstgekochte Hühnerbrühe" könne bei Fieber helfen. Sie enthalte Zink und Eiweiße. Und natürlich Bettruhe sowie viel Flüssigkeit seien bewährte Mittel bei Krankheiten. Im Gespräch mit den Gästen stellte sich heraus, dass Eltern ihre Kinder, oft aus Angst vor dem Arbeitgeber oder Zeitnot, krank zum Kindergarten und in die Schule schicken. Der Griff zum Antibiotikum verschaffe schnelle Heilung. Die Gabe von Antibiotika sei nicht immer zu vermeiden, sagte die Referentin.

Klaudia Kormann verwendet verschiedene naturheilkundliche Therapien miteinander. Sie möchte sich nicht auf eine einzige Heilmethode festlegen. Mit einem kurzen Schwenk zu den Bachblüten, die die Seele wieder ins Lot bringen sollen, schloss Korman ihren auf die Interessen der Zuhörer abgestimmten Vortrag. Eine reiche Auswahl an fachbezogener Literatur stand für die Gäste zur Ansicht bereit. Johanna Reger dankte ihr mit einem Präsent für ihre Ausführungen.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.