Alle strahlen

Ein freudiger Tag für Pfarrer Hans Riedl, Neusorg, Primiziant Christof Sommer aus der Nähe von Ulm und Ortspfarrer Dr. Dr. Josef Walezsczuk aus Pullenreuth (von links). Bild: lpp
Vermischtes
Pullenreuth
13.09.2016
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"Das ist eine sehr große Freude für unsere Pfarrei." So begrüßte Pfarrer Josef Waleszczuk den Primizianten Christof Sommer beim Patrozinium in der Klausenkirche im Ortsteil Dechantsees.

Alljährlich findet dort, an der Straße zwischen Waldershof und Pullenreuth gelegen, im September ein Festgottesdienst anlässlich des Patronatsfestes statt. Dazu hatte der Ortspfarrer seinen Schüler und Neupriester Christof Sommer eingeladen.

Sommer kommt aus der Nähe von Ulm und studierte in München und Eichstätt Theologie. Im April wurde er in Eichstätt zum Priester geweiht und versieht sein Amt als Kaplan seit Anfang September im pastoralen Raum Nürnberg Süd-West. Seine Magisterarbeit legte er bei Pfarrer Dr. Dr. Josef Waleszczukab.

Zum Patrozinium in die kleine Klausenkirche, eigentlich Heilig-Kreuz-Kirche, war auch Pfarrer Hans Riedl von der Nachbarpfarrei Neusorg gekommen. Die Pfarrei Neusorg feierte an diesem Tag ihr 70-jähriges Bestehen. Pfarrer Riedl wird im nächsten Jahr 40 Jahre lang Pfarrer von Neusorg sein, erklärte Waleszczuk und wünschte ihm nach der überstandenen Krankheit alles Gute.

Die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes übernahm der Kirchenchor Sankt Wolfgang unter der Leitung von Alexander Hecht. Das Gotteshaus war farbenprächtig mit bunten Sommerblumen und gewundenen Blumenkränzen von Elisabeth Rickauer geschmückt worden, die sich während des ganzen Kirchenjahres um den Schmuck und die Pflege der Klausenkirche kümmert. Vermutlich erstmals in der Geschichte der etwa 300 Jahre alten Kirche sei ein Primiziant zum Patrozinium zugegen, freute sich Pfarrer Waleszczuk. Er ging auf die Restaurierung der Kirche ein. Im vergangenen Jahr war das Gebäude innen und außen saniert und die Einrichtung restauriert worden.

Die Kirche erhebt sich über einem kreuzförmigen Grundriss. Am westlichen First-Ende des Langhauses ragt eine Kopie des 1626, also schon lange vor der Klausenkirche entstandenen "Schwedenkreuzes" in den Himmel. Das Original des "Caravacca-Kreuzes" hängt, zum Schutz vor Wetter und Umwelteinflüssen, im Kirchengebäude. Das Doppelbalkenkreuz ist 2,82 Meter hoch. Darauf sind im Umriss 23 Zeichen und Buchstaben eingeschlagen, die unter anderem zwei Segenssprüche darstellen. Den Zacharias-Segen und den Benediktus-Segen, die auf Lateinisch, in abgekürzter Schreibweise dort angebracht sind. Diese Sprüche oder Segenssprüche waren ein Zeichen des Glaubens, die Sprüche wurden zum Schutz gebetet, so Pfarrer Waleszczuk.

Mit dem feierlichen Primizsegen entließ Primiziant Christof Sommer die Gläubigen in den herrlichen Septembertag. Pfarrer Waleszczuk dankte Elisabeth Rickauer und Marianne Weyh für ihren Einsatz.
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