Bürgermeister Hubert Kraus erinnert an Schreckensherrschaft und Weltkriege
Im Zeichen der Hoffnung

Vermischtes
Pullenreuth
14.11.2016
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Nicht nur die Toten der vergangenen beiden Weltkriege, sondern vor allem auch die Opfer der gegenwärtigen kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem Globus standen im Fokus des Volkstrauertages in der Gemeinde Pullenreuth. Im Gottesdienst betete Pfarrer Dr. Dr. Josef Waleszczuk für Soldaten und Zivilisten, für Kinder und Heimatlose und für den Frieden.

Bürgermeister Hubert Kraus erinnerte bei der Gedenkfeier am Kriegerdenkmal in unmittelbarer Nähe der Pfarrkirche an die Opfer, die durch die Schuld der Nationalsozialisten zu Tode kamen. "Aber nie hat das Töten aufgehört, immer wieder sind und werden Menschen jeden Alters Opfer von Hass und Unterdrückung, ethnischen Säuberungen und Völkermord." Überall auf der Erde werde gekämpft und gemordet. Die Menschenrechte würden mit Füßen getreten.

Kraus ging auf die aktuelle Lage in der Türkei ein und nannte die Situation eine der größten außenpolitischen Herausforderungen für die EU in der nächsten Zeit. Im Hinblick darauf sei ein Tag wie der Volkstrauertag wichtig, um daran zu erinnern, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit sei. Bürgermeister Kraus erinnerte auch an die vielen Flüchtlinge, wie sie es einst auch nach den Weltkriegen gab. Auch damals wurden in der Gemeinde notleidende Menschen aufgenommen, manche wurden hier sesshaft. "Wir gedenken der Toten, auch, um die Lebenden nicht zu vergessen."

Egid Nickl, der Vorsitzende der Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft, gedachte der verstorbenen Männer, Frauen und Kinder, der Soldaten und derer, die in Kriegsgefangenschaft gerieten. Er erinnerte an alle Verfolgten, die wegen der Zugehörigkeit zu einem anderen Volk, zu einer Minderheit, wegen Krankheit, Behinderung oder Widerstand den Tod erlitten. Auch Nickl ging auf die aktuelle Flüchtlingslage ein. Er betonte: "Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung."

Die Feier wurde musikalisch von den Gesangvereinen Pullenreuth und Lochau unter der Leitung von Alexander Hecht sowie den Steinwaldmusikanten unter der Stabführung von Johannes Hecht begleitet.
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