Der Weg des Honigs

Robert Jobbagy, Sandra und Markus Pinzer sowie "Lehrling" Andreas Meyer (von links) zeigen, wie Honig gemacht wird. Bild: lpp
Vermischtes
Pullenreuth
17.06.2016
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Wiesenknöterich, blühende Obstbäume, Kastanien- und Lindenblüten sowie die Himbeer-, Heidelbeer und Vogelbeersträucher sind das vorrangige Ziel der Bienen am Fuße des Steinwalds. Aber wie läuft das eigentlich mit dem Honig?

Bei der Glasschleif im Steinwald hatte Imker Markus Pinzer vier seiner Bienenvölker im Außenstand aufgestellt. Dieser Tage nun war es Zeit, den Honig zu ernten. Zusammen mit seiner Frau Sandra und Robert Jobbagy entnahmen die Fachleute die gefüllten Waben, entdeckelten sie und holten mit der Honigschleuder das süße Produkt aus den Waben. Dieses Wachs enthält wertvolle Inhaltsstoffe, unter anderem Enzyme, die in früheren Generationen als Kaugummi verwendet worden sind.

Beispielsweise Allergiker können das Wachs, mit dem natürlich Honig verbunden ist, kauen. "Man sollte aber das Wachs aus der Region kauen, denn nur hier sind keine Stoffe enthalten, gegen die man allergisch ist", so die Imker. Das Deckelwachs wird eingeschmolzen, zu Stangen verarbeitet und später wieder für die Waben in den Rahmen verwendet. Sandra Pinzer erläuterte vielen interessierten Zuschauern den Werdegang des Honigs. Gesammelt wird der Nektar von den sogenannten Trachtbienen. Diese beginnen ihre Arbeit, wenn sie etwa drei Wochen alt sind. Eine solche Trachtbiene wird etwa sechs Wochen alt. Sie bringt den Nektar an den Bienenstock und übergibt ihn an die Stockbiene.

Dabei durchwandert der Nektar die Mägen der Bienen, wird mit Enzymen versetzt und in die Waben eingelegt. Sind diese gefüllt, setzt der Imker einen Zwischenboden ein, damit die Bienen die Waben nicht mehr erreichen können. Dann geht es ans schleudern. Mit dem Refraktometer misst der Imker den Wassergehalt des Honigs. Hier gibt es genaue Vorgaben.

Eine Bienenkönigin kann täglich bis zu 2000 Eier legen, erklärte Sandra Pinzer und stellte das Leben im Bienenstock vor. Sie verdeutlichte auch den Unterschied zwischen Blütenhonig, der jetzt Mitte Juni geerntet wird und dem Wald- oder Blatthonig. Dieser sei ein ganz anderes Produkt und werde nicht fest, da er Fruchtzucker enthalte.

Sandra und Markus Pinzer zeigten den interessierten Zuschauern ihr zwar zeitaufwendiges, jedoch sehr vielfältiges und interessantes Hobby. Sie freuten sich, dass es wieder mehr Jungimker gibt. Schließlich floss der Honig direkt aufs Butterbrot.
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