Gesellschaft Steinwaldia lädt am Freitag zur Geschichtsstunde in die Glasschleif
Blick in das „Lager Wiesau“

Vermischtes
Pullenreuth
21.01.2016
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Die Gesellschaft Steinwaldia lädt am Freitag, 22. Januar, zum Vortrag mit Adalbert Busl um 19 Uhr auf den "Kulturbuan der Glasschleif" ein. Die Brotzeitstube ist geöffnet. Thema ist das "Lager Wiesau". Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden Hunderttausende mit deutscher Abstammung gezwungen, über die Grenze nach Deutschland oder Österreich zu gehen. Um diese "wilde Vertreibung" in den Griff zu bekommen, wurde durch das Potsdamer Abkommen die "ordnungsgemäße Überführung deutscher Bevölkerungsteile" aus Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn geregelt. Die genauen "Modalitäten der Ausweisung von Sudetendeutschen und ihrer Übernahme in die amerikanische Besatzungszone Deutschlands" wurden im Protokoll der Besprechung zwischen Vertretern der amerikanischen Militärregierung und Vertretern der CSR im Januar 1946 festgelegt. Dabei wurden für den Bereich der Oberpfalz Wiesau und Furth im Wald als Orte bestimmt, in denen Grenzdurchgangslager (Holzbaracken) errichtet werden sollten. Von Februar bis 31. Oktober 1946 wurden durch das Lager Wiesau etwa 570 000 Menschen geschleust. Danach diente es bis 1952 als Notunterkunft für 1500 Flüchtlinge aus dem osteuropäischen Bereich.

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