Hubert Kraus erklärt in der Bürgerversammlung die Zukunft von Pullenreuth - Straßenbau ein ...
Investitionen kosten eine Menge Geld

Vermischtes
Pullenreuth
15.11.2016
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Ein offenes Ohr für die Belange der Pullenreuther hatte Bürgermeister Hubert Kraus bei der jüngsten Bürgerversammlung im Schützenhaus. In der gut gefüllten Wirtsstube stellte das Gemeindeoberhaupt die finanziellen Verhältnisse der Kommune vor. Rund 2,5 Millionen Euro betrugen 2016 die Einnahmen Hier liegt der Ort in der Verwaltungsgemeinschaft ziemlich weit vorne. Dem stehen etwa 2,6 Millionen an Ausgaben gegenüber. Die relativ hohen Rücklagen von 720 000 Euro wurden bis auf 79 000 Euro abgeschmolzen. Heuer erhielt Pullenreuth keine Stabilisierungshilfe.

Den Schuldenstand bezifferte Kraus auf eine Million, zudem gebe es ein Darlehen von 660 000 Euro abzüglich der Tilgungen. Die Pro-Kopf-Verschuldung liege bei 915,86 Euro, "Wir haben sehr viel investiert", erklärte Kraus. In diesem Jahr verzeichnete die Gemeinde einen Bauantrag, "eine Steigerung um 100 Prozent", so Kraus. Sieben Kinder wurden geboren, bis Oktober zwei Ehen geschlossen, zwei Hochzeiten sind noch geplant. 13 Bürger verstarben. Nach 60 Zuzügen und 55 Wegzügen zählt die Gemeinde 1764 Einwohner. Die Gewerbezahlen blieben stabil, die Übernachtungszahlen gingen auf 3635 deutlich zurück. 25 Bürger der Gemeinde sind derzeit arbeitslos, vor Ort gibt es 367 Arbeitsplätze.

Alles einstimmig


Kraus betonte, dass in den neun Sitzungen des Gemeinderats alle Beschlüsse einstimmig gefasst werden konnten. "Wir kennen keine Parteigrenzen und ziehen alle an einem Strang", dankte er seinen Kollegen. Der größte Investitionsfaktor ist der Straßenbau. Mit rund 90 Prozent werden die meisten Maßnahmen bezuschusst. Deshalb ist es möglich, das marode Straßensystem auf Vordermann zu bringen. Kraus nannte die Gemeindeverbindungsstraße in Lochau, die Ende August fertiggestellt wurde, ging auf den vergebenen Straßenbau zwischen Lochau und Neuhof, der Ende November beginnen soll, ein und verwies auf die Maßnahme zwischen Höll und Leimgruben. Hier wird die Fertigstellung Ende 2017 erwartet.

Mit der energetischen Sanierung der Turnhalle, die nun zu einem Bürger- und Jugendzentrum wird, geht es einen großen Schritt voran. Die Kosten liegen bei etwa 696 000 Euro. Mit den Bauarbeiten werde im Jahr 2017 begonnen. Der Breitbandausbau sei noch nicht überall zufriedenstellend, rund 630 000 Euro werde er noch verschlingen. Etwa eineinhalb Jahre lang wird die Sanierung der Hochwaldquellen im Steinwald beanspruchen. 365 000 Euro, für die keine Förderungen zu erwarten sind, werden verbaut.

Auch die Gemeindeverbindungsstraße Funkenau steht auf dem Plan, ebenso wie die Fortschreibung der Dorferneuerung. Darin integriert ist die Umgestaltung des Umfeldes des Kinderhauses und die Verlagerung des Bauhofes mit Einlagerungsmöglichkeit für Vereinseigentum in die Betriebshalle der Firma DEN. Die Situation der sanitären Anlagen im alten Bauhof seien nicht mehr tragbar, das Gebäude sei zu klein.

Außerdem stellte Kraus fest, "dass es nicht förderschädlich ist, den erhöhten Bordstein zwischen dem Radlertreff und der Metzgerei Weiß abzusenken", was im kommenden Jahr in Angriff genommen werde. Außerdem steht die sogenannte Freilegung der Grünen Mitte auf dem Plan. Hier wird das Dorfschmiedhaus von der Gemeinde angekauft und danach abgebrochen, der Platz wird entsprechend angelegt.

Umgehung "heißes Thema"


Als heißes Thema bezeichnete Kraus den Bau der Ortsumgehung von Lochau. Fast vier Millionen Euro werden in die Hand genommen, um den Schwerlastverkehr der Firma Plannerer herauszubekommen. Viele Stunden Arbeit, Besprechungen, Planungen und Entwürfe waren nötig, um den Verlauf auszuarbeiten. "Nicht sehr erfreut werden die Landwirte sein", so Kraus. (Hintergrund)
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