Kampf für mehr Menschlichkeit
Sozialverband VdK wichtiger Partner in sozialen Fragen

VdK-Kreisgeschäftsführer Harald Gresik sieht mit Sorge, dass immer mehr Menschen Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung benötigen. Bild: gma
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Pullenreuth
05.09.2016
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Pullenreuth/Wiesau. "Zukunft braucht Menschlichkeit" ist das Leitwort des Sozialverbands VdK. Die Menschen suchen Rat und Tat, vor allem bei sozialen Problemen. Und dass die zunehmen, zeigt die Mitgliederentwicklung. Über 5400 Frauen und Männer oder 7,4 Prozent der Bevölkerung im Landkreis gehören dem VdK an. "Das jüngste Mitglied ist 4 Jahre, das älteste 105", erzählt Kreisgeschäftsführer Harald Gresik dem kommissarischen Vorsitzenden Georg Brand.

Er und die drei Mitarbeiterinnen der Wiesauer Geschäftsstelle haben viel zu tun: Gut 3100 Beratungsgespräche führen sie jährlich. Rund 700 Anträge wurden gestellt, über 230 Widersprüche bearbeitet und 90 Klagen eingereicht. Und das mit Erfolg. 544 779,08 Euro konnten sie so an Nachzahlungen, Beihilfen und Zuschüssen für die Mitglieder im Jahr 2015 erwirken.

Für viele Menschen ist der VdK eine wichtige soziale Instanz. "Neben der großen Fachkompetenz in der individuellen Sozialrechtsberatung hat der VdK auch sozialpolitische Erfolge zu verzeichnen", berichtet Gresik. "Höhere Mütterrente, Berücksichtigung der Demenzkranken in der Pflegeversicherung, Einführung des gesetzlichen Mindestlohns, Rente ab 63 für langjährig Versicherte", zählt Gresik als Beispiele auf. "Diese sozialen Verbesserungen hat der VdK mit angeschoben." Ein dauerndes Thema ist die Altersarmut. Aufgrund der geringen Renten fragen immer mehr Rentner nach, wie sie sich etwas dazuverdienen können. Der Mindestlohn soll ab Januar 2017 auf 8,84 Euro angehoben werden. Gresik hält diesen für eine Ursache für die niedrigen Renten.

Laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales, müsste ein Arbeitnehmer Vollzeit 45 Jahre lang mindestens 11,50 Euro pro Stunde verdienen, um später eine Rente oberhalb der Grundsicherungsschwelle von 769 Euro zu erreichen. Gresik und Brand sind sich einig: "Die Rente muss zum Leben reichen."

Interessierte aus dem Landkreis Tirschenreuth können sich in der Kreisgeschäftsstelle in Wiesau unter Telefon 09634/1298 informierten.
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