Pflegestärkungsgesetz II im Mittelpunkt des VdK-Herbsttreffens in Dechantsees
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Zum Dank für den lehrreichen Vortrag überreichten VdK-Vorsitzender Alfons Wegmann (links) und Bürgermeister Hubert Kraus ein Präsent an Referentin Silvia Trißl von der VdK-Geschäftsstelle Wiesau. Bild: gma
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Pullenreuth
19.09.2016
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Zum VdK-Herbsttreffen waren viele Mitglieder der Einladung in die "Hammerschänke" nach Dechantsees gefolgt. Auf dem Programm stand ein Vortrag zur Einführung zum Pflegestärkungsgesetz II. Referentin Silvia Trißl von der VdK-Geschäftsstelle in Wiesau verstand es vortrefflich, den Mitgliedern gegenüber den neuen Maßstab für die Pflegebedürftigkeit als Grad der Selbständigkeit zu vermitteln.

Gekommen hierzu waren auch die über 80-Jährigen mit Johann Schraml Pullenreuth, Xaver Farmbauer, Dechantsees, Michael und Monika Geier, Brand, Johanna Bäumler, Neuköslern, Franziska Bäumler, Ebnath, Therese Hecht, Tannenhäusl, und Elsa Wegmann, Höll. Ein besonderer Gruß galt Bürgermeister Hubert Kraus, der VdK-Vorsitzendem Alfons Wegmann für seinen unermüdlichen Einsatz dankte. Referentin Trißl betonte in ihrem Vortrag, dass es im neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff nicht mehr um eine schematische Prüfung geht, wie viele Minuten Pflege ein Mensch jeden Tag braucht. "Außerdem erhalten Menschen mit Demenz einen besseren Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung".

Der Gutachter, so Silvia Trißl, prüfe in insgesamt sechs Modulen, ob Selbständigkeit vorliege: Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung sowie Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen, Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte. Die Ergebnisse aus den einzelnen Bereichen werden dann gemäß den gesetzlichen Vorgaben unterschiedlich gewichtet. Daraus ergibt sich eine umfassende Gesamtwertung. Auf dieser Basis erfolgt die Zuordnung zu einem der fünf Pflegegrade.

Die Leistungen der Pflegeversicherung werden zum 1. Januar 2017 größtenteils angehoben und erweitert. Pflegebedürftige, die schon Pflegeleistungen beziehen, werden zum 1. Januar 2017 automatisch in den jeweiligen Pflegegrad übergeleitet.

Dabei Trißl, werden Pflegebedürftige mit körperlichen Einschränkungen in den nächsthöheren Pflegegrad, Pflegebedürftige mit zusätzlich eingeschränkter Alltagskompetenz um zwei Pflegegrade höher gestuft. Dabei gilt ein umfassender Bestandschutz.
Weitere Beiträge zu den Themen: VdK Pullenreuth (5)Pflegestärkungsgesetz II (2)
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