Regierungspräsident Axel Bartelt händigt Pflegemedaillen an drei Pullenreuther aus
„Stille Helden der Gesellschaft“

Mit der Pflegemedaille ausgezeichnet wurden (vorne, von links) Hildegard Plattner sowie Sandra und Wolfgang Reichl. Es gratulierten (von links) stellvertretender Landrat Günter Kopp, Regierungspräsident Axel Bartelt, Bezirksrat Toni Dutz und Pullenreuths Bürgermeister Hubert Kraus. Bild: gib
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Pullenreuth
01.07.2016
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Sie pflegen seit vielen Jahren aufopferungsvoll Angehörige. Am Mittwoch erhielten die Pullenreuther Hildegard Plattner sowie Sandra und Wolfgang Reichl dafür in Regensburg die Pflegemedaille sowie eine Dank- und Ehrenurkunde.

Regierungspräsident Axel Bartelt händigte ihnen die Auszeichnung, verbunden mit Grüßen der Bayerischen Sozialministerin Emilia Müller, im kleinen Sitzungssaal der Regierung der Oberpfalz aus.

Hildegard Plattner pflegt seit acht Jahren ihren 90-jährigen Vater. "Sie praktizieren mit Ihrem täglichen Dienst die Grundwerte unserer Gesellschaft in der eigenen Familie. Das verdient große Anerkennung", hob Bartelt hervor. Pflege sei nicht an feste Zeiten gebunden und kenne kein freies Wochenende. "Menschen, die pflegen, brauchen Herz und Verstand sowie ein großes Engagement." Ihren Mann konnte Hildegard Plattner nicht mit zur Ehrung nach Regensburg bringen. "Der ist beim Opa." Mit großer Hingabe übernehmen Sandra und Wolfgang Reichl die Pflege ihres neunjährigen Sohnes Bastian, der schwerbehindert ist und auf ständige Hilfe und Fürsorge angewiesen ist.

"Durch ihre großartige und aufopferungsvolle Pflegeleistung ermöglichen Sie Bastian den Verbleib in der gewohnten familiären Umgebung", betonte der Regierungspräsident. Bastian, der an einer Spastik leidet, kann mittlerweile recht gut sprechen, erzählten die Eltern.

"Kleine Erfolge bauen uns auf", sagte Wolfgang Reichl. 1993 hat das Bayerische Sozialministerium die Pflegemedaille geschaffen, mit der Menschen ausgezeichnet werden, die sich besondere Verdienste in der Pflege behinderter oder alter Menschen erworben haben. Gerade in einer Zeit, in der die familiäre Geschlossenheit wieder zunehmend an Bedeutung gewinne, sei dieses Engagement sowohl für die Betroffenen als auch für die Gemeinschaft von unschätzbarem Wert, sagte Bartelt. "Sie sind die stillen Helden, ohne die unsere Gesellschaft ärmer wäre."

Menschen, die pflegen, brauchen Herz und Verstand sowie ein großes Engagement.Axel Bartelt
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